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Cathie Wood: KI-Agenten könnten Krypto-Zahlungen steuern

Wood verweist auf eine neue Nutzungsebene für Krypto: KI-Agenten, die eigenständig Zahlungen ausführen. Auch BlackRock und Ethereum rücken als Infrastruktur für Machine-to-Machine-Transaktionen in den Fokus.

Cathie Wood: KI-Agenten könnten Krypto-Zahlungen steuern

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cathie Wood sagt, dass Anleger nicht nur KI-Modelle verfolgen sollten, sondern vor allem, wo KI-Agenten künftig Geld ausgeben.
  • Laut Wood und anderen Marktteilnehmern können KI-Agenten neue Nachfrage nach Zahlungsnetzwerken für Machine-to-Machine-Transaktionen schaffen.
  • Offene Blockchains und Stablecoins werden als mögliche Infrastruktur für Agenten genannt, die eigenständig Zahlungen ausführen.

Cathie Wood sagt, dass Anleger nicht nur auf KI-Modelle und Entwickler schauen sollten, sondern auch auf die Stellen, an denen KI-Agenten künftig Geld ausgeben. Laut der Chefin von ARK Invest wird das immer wichtiger, weil Software nicht mehr nur Fragen beantwortet, sondern auch eigenständig Aufgaben ausführt und Zahlungen tätigen kann.

Agenten als neue Nutzer

Wood äußerte sich während eines Panels auf Robinhoods Summit in Houston. Sie verwies dabei auf KI-Agenten, also Software, die im Namen eines Nutzers handeln kann, statt nur Text zu erzeugen.

Der Kern ihrer Aussage ist einfach: Wenn Millionen von Agenten künftig selbst Software, Dienste und Netzwerke auswählen, kann ihr Verhalten Hinweise darauf geben, wo echte Nachfrage entsteht. Das macht es laut Wood sinnvoll, nicht nur zu verfolgen, welche Tools Entwickler nutzen, sondern auch, welche Agenten aktiv werden und wo sie Transaktionen ausführen.

Diese Verschiebung berührt direkt die Frage, wer die Zahlungsinfrastruktur für solche Agenten kontrolliert. Wenn ein Agent etwa ein Hotel bucht oder Daten einkauft, muss klar sein, wie viel Spielraum diese Software bekommt, wie diese Befugnis begrenzt wird und wie der Nutzer sie wieder entziehen kann.

Warum Krypto in den Fokus rückt

Genau hier sieht Joseph Chalom, Co-CEO von SharpLink und früherer Leiter Digital Assets bei BlackRock, eine Rolle für Krypto. In einem jüngeren Post schrieb er, dass eine Welt voller intelligenter Agenten wenig wert sei, wenn nur eine Handvoll Unternehmen bestimmt, wohin Geld fließen kann.

Chalom wirbt für ein offenes Finanznetzwerk, in dem Agenten ihre Identität, Daten und Rechte zu einem anderen Anbieter mitnehmen können. Seiner Ansicht nach können offene Blockchains wie Ethereum dabei als gemeinsame Schicht dienen, sodass nicht jede Partei ein eigenes geschlossenes Zahlungssystem bauen muss.

BlackRock zog in einem Papier im September eine ähnliche Linie. Der Vermögensverwalter stellte fest, dass KI-Agenten neue Nachfrage nach Zahlungsnetzwerken schaffen könnten, die für Maschinen gebaut sind. Ein Agent könnte dann etwa einen API-Call bezahlen, Daten einkaufen oder Rechenleistung mieten, ohne jedes Mal auf eine menschliche Freigabe zu warten. Stablecoins und blockchainbasierte Zahlungsprotokolle wurden dabei als mögliche Lösung genannt.

Auch BlackRocks eigene Analyse deutet darauf hin, dass machine-native Geld wichtiger wird, sobald Agenten Zahlungen eigenständig ausführen.

Relevanz für Kryptonutzer

Für Kryptonutzer ist das vor allem deshalb relevant, weil es eine neue Möglichkeit bietet, die Nutzung von Stablecoins und Blockchains zu beobachten. Wenn KI-Agenten häufiger eigenständig zahlen, kann das zeigen, welche Netzwerke tatsächlich für Machine-to-Machine-Transaktionen genutzt werden und welche eher am Rand bleiben.

Es gibt bereits erste Anzeichen dafür, dass Agenten in Krypto auftauchen. Coinbase-CEO Brian Armstrong sagte auf X, dass Grok derzeit der wichtigste Client für agentic Trader auf Coinbase sei, nannte aber keine Zahlen. Gleichzeitig arbeiten auch Stripe, Visa, Google und OpenAI an Möglichkeiten, mit denen Agenten Käufe tätigen können, was zeigt, dass Krypto nicht der einzige Akteur ist, der auf diesen Markt setzt.


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