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Celsius: Daten bestätigen Vermutungen

Der ehemalige CEO von Celsius ließ vor dem Bankrott Geld an sich überweisen, und er war nicht der Einzige.

Celsius: Daten bestätigen Vermutungen

Der ehemalige CEO von Celsius ließ vor dem Bankrott Geld an sich überweisen, und er war nicht der Einzige. Das wird durch neue Unterlagen bestätigt.

14.532 Seiten voller Kundendaten, die Einblicke in die Geschäftspraktiken des insolventen Verleihrs Celsius geben. Vor allem werden (ehemalige) Kunden exponiert.

Das gerichtliche Dokument enthält nicht nur die Namen, sondern auch Details zu den jeweiligen Transaktionen der Celsius-Kunden. Unter ihnen befinden sich prominente Unternehmen wie Deloitte, Github und Reddit.

Das Management von Celsius hat sich anscheinend Gelder für sich gesichert

Der explosive Aspekt der Sache: Das Dokument bestätigt, dass der ehemalige CEO Alex Mashinsky vor der Bekanntgabe des Konkurses schnell 10 Millionen US-Dollar an ihn auszahlen ließ. Sein Team soll ebenfalls nicht leer ausgegangen sein. CSO Daniel Leon erhielt 7 Millionen US-Dollar und CTO Nuke Goldstein 550.000 US-Dollar, bevor Celsius in eine Insolvenz ging.

Im Nachgang der Ereignisse hatte Mashinsky sein Amt niedergelegt. Die Entlassung kam jedoch kaum überraschend. Er war bereits von früheren Kunden der Börse gehäuft worden. Wie kürzlich bekannt wurde, folgte auch Daniel Leon dem Beispiel des ehemaligen CEO und nahm ebenfalls seinen Hut.

Kreditvergabe-Plattform hat Kundengelder verloren

Im August war bekannt geworden, dass das Unternehmen 1,2 Milliarden Dollar verloren hatte. Das Geschäftsmodell beruhte auf Krypto-Leihen. Kunden konnten ihre Kryptowährungen verleihen oder in das Protokoll einzahlen. Im Gegenzug hatte Celsius Network ihnen hohe Renditen von bis zu 20 Prozent versprochen. CEO Alex Mashinski hatte stets betont, dass das Risiko gering sei und dass Kunden sicher seien, ihr Geld einschließlich üppiger Zinsen zurückzubekommen. Das ging anscheinend so weit, dass er in den wöchentlichen AMA-Fragen (Ask Me Anything) behauptete, das Netzwerk sei sicherer als traditionelle Banken.

Ende September wurde bekannt, dass die Börse FTX plante, das insolvente Unternehmen zu übernehmen. Über einen konkreten Betrag für die Übernahmepläne wurde jedoch nichts bekannt gegeben. Unterdessen organisieren sich ehemalige und entfremdete Kunden über Telegram Messenger und Reddit."


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