CFTC drängt Kalshi in New York trotz Rechtsstreit weiter
Der Fall dreht sich um die Frage, ob Kalshis sportbezogene Prediction Markets unter bundesweite CFTC-Regeln fallen oder von New York als nicht lizenzierte Glücksspielaktivität eingestuft werden.

Wichtigste Erkenntnisse
- Kalshi darf vorerst Prediction Markets in New York weiter anbieten, während der Rechtsstreit mit dem Staat weiterläuft.
- New York wirft Kalshi vor, sportbezogene Prediction Markets ohne Glücksspiellizenz anzubieten und sich der Steuerpflicht zu entziehen.
- Im Kern geht es um bundesweite Aufsichtsregeln versus staatliches Glücksspielrecht, eingebettet in eine breitere US-Debatte über die Regulierung von Prediction Markets.
Kalshi darf vorerst mit dem Angebot von Prediction Markets in New York weitermachen, während der Rechtsstreit mit dem Staat weiterläuft. Im Zentrum steht die Frage, ob die Plattform unter bundesweite Aufsichtsregeln fällt oder ob New York sie als Form nicht lizenzierter Glücksspielaktivität einstuft.
Rechtsstreit in New York
New York hat Kalshi am 31. Juli verklagt, nachdem ein Bundesrichter den Antrag des Unternehmens abgelehnt hatte, den Staat am Einreichen einer Klage zu hindern. Nach Angaben des Staates verstößt Kalshi gegen das Glücksspielrecht, indem es sportbezogene Prediction Markets anbietet.
Der Staat erklärte in einer Pressemitteilung, dass Kalshi keine Lizenz der New York State Gaming Commission habe und damit seine Pflicht zur Steuerzahlung umgehe, ähnlich wie lizenzierte Casinos und Plattformen für mobile Sportwetten. Diese Steuereinnahmen würden nach Angaben von New York für öffentliche Schulen, Jugend-Sportprogramme und Hilfe bei problematischem Glücksspiel verwendet.
Kalshi versucht, den Fall an das Bundesgericht zu verlagern, während New York will, dass die Sache an das Staatsgericht zurückgeht. Darüber muss ein Richter noch entscheiden.
Bundesweite Unterstützung hilft nicht überall
Die CFTC hat zuvor bereits versucht, Kalshi dabei zu helfen, in Michigan aktiv zu bleiben, nachdem dort ein Richter zugunsten des Staates entschieden hatte. Laut Kalshi-CEO Robert Denault hatte das Unternehmen die vom Richter geforderten Trades in Michigan jedoch bereits zurückgenommen.
Diese Kombination aus bundesweiter Unterstützung und separaten Verfahren auf Ebene der Bundesstaaten zeigt, wie zersplittert die Regeln rund um Prediction Markets in den USA noch sind. Frühere Verfahren unter anderem in Arizona, Nevada und Illinois zeigen denselben Spannungsbogen zwischen Aufsicht als Finanzinstrument und Regulierung als Glücksspielprodukt.
Bedeutung für Europa
Für europäische Krypto-Beobachter ist dieser Fall relevant, weil Prediction Markets immer häufiger an der Grenze zwischen Finanzprodukten und Glücksspieldiensten liegen. Das macht den Ausgang nicht nur für Kalshi wichtig, sondern auch für andere Plattformen, die mit ähnlichen Produkten arbeiten. In Spanien lief im Mai 2026 bereits ein separates Verfahren gegen Kalshi und Polymarket, was zeigt, dass die Debatte über Lizenzen und Zuständigkeiten auch außerhalb der USA geführt wird.