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CFTC nimmt Ermittlungen gegen Polymarket nach mutmaßlicher Insiderwette eines Soldaten wieder auf

Die Aufsicht prüft auch die Einhaltung des Vergleichs von 2022 und die US-Lizenz der Plattform. Der Fall um eine mutmaßliche Insiderwette testet, wie weit die CFTC bei Prediction Markets gehen kann.

CFTC nimmt Ermittlungen gegen Polymarket nach mutmaßlicher Insiderwette eines Soldaten wieder auf

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die CFTC prüft erneut, ob Polymarket den Vergleich von 2022 ordnungsgemäß eingehalten hat und ob US-Händler tatsächlich blockiert wurden.
  • Im Zentrum steht auch Master Sgt. Gannon Ken Van Dyke, der laut Anklage mit vertraulichen Informationen auf Polymarket gehandelt und 409.881 Dollar Gewinn gemacht haben soll.
  • Der Richter ließ den Fall weiterlaufen, sodass der Streit über Event Contracts und die Zuständigkeit der CFTC auf einen Prozess am 7. Dezember zusteuert.

Die amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC untersucht laut Reuters erneut Polymarket. Im Raum steht die Frage, ob die Plattform den Vergleich von 2022 korrekt eingehalten hat und ob ein Soldatenfall rund um eine mutmaßliche Insiderwette über mehr als 400.000 Dollar (358.700 Euro) den Handlungsspielraum der Aufsicht weiter ausweitet.

Neuer Druck auf Polymarket

Zwei Quellen sagten Reuters, dass die CFTC prüft, ob Polymarket US-Händler tatsächlich blockiert hat, wie es 2022 vereinbart worden war. Die Untersuchung soll sich auch auf die von der CFTC lizenzierte US-Exchange der Plattform beziehen.

Die erneute Aufmerksamkeit kommt, während das Unternehmen bereits wegen eines Strafverfahrens gegen Master Sgt. Gannon Ken Van Dyke unter Druck steht. Staatsanwälte behaupten, er habe vertrauliche Informationen über eine Operation gegen den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro genutzt, um auf Polymarket zu handeln. Laut Anklage setzte er rund 33.000 Dollar (29.600 Euro) auf 13 Wetten und erzielte damit 409.881 Dollar (367.600 Euro) Gewinn.

Van Dyke soll sein Konto außerdem über ein VPN geöffnet haben, mit dem ein Nutzer seinen Standort verschleiern kann. Polymarket sagt dagegen, dass solche Umgehungen gegen die Regeln verstoßen. Er hat auf nicht schuldig plädiert.

Juristischer Streit um Event Contracts

Im Kern des Streits geht es nicht nur darum, was Van Dyke getan haben soll, sondern auch darum, welcher rechtliche Rahmen gilt. Seine Anwälte sagen, die Wetten seien Event Contracts und keine Swaps gewesen, also die Derivate, die die CFTC reguliert. Richterin Margaret Garnett lehnte es diese Woche ab, das Verfahren einzustellen, weil diese Frage ihrer Ansicht nach noch nicht jetzt entschieden werden kann.

Damit steuert der Fall auf einen Prozess zu, der vorläufig für den 7. Dezember angesetzt ist. Polymarket sagt unterdessen, man habe die Kontrollen verschärft und die Transaktionen des Soldaten an die Behörden gemeldet. Für die Aufsicht ist das ein heikler Test, weil die CFTC schon länger darauf besteht, dass sie die alleinige bundesweite Zuständigkeit für Prediction Markets und Event Contracts hat.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Interessierte ist der Fall relevant, weil Prediction Markets immer häufiger an die Grenzen von Regulierung, Aufsicht und Marktmissbrauch stoßen. Das Ergebnis könnte zeigen, wie weit eine Aufsichtsbehörde bei Produkten gehen kann, die wie Krypto-ähnliche Wetten wirken, rechtlich aber nicht immer eindeutig eingeordnet sind. Das ist auch außerhalb der USA wichtig, weil ähnliche Plattformen in mehreren Rechtsräumen unter Druck stehen, ihre Regeln und Kontrollen zu verschärfen.

Auch in den USA selbst bleibt die rechtliche Linie rund um Prediction Markets in Bewegung. Im Fall um Kalshi und Prediction Markets versucht die CFTC etwa klarzumachen, wer dort am Ende die Aufsicht haben darf.


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