CLARITY Act stützt Kryptomarkt nach Trumps Zustimmung
Das Gesetz soll die Zuständigkeiten von SEC und CFTC in den USA klarer abgrenzen, während Uniswap nach dem Ausbruch über 3,67 $ auffällt.

Wichtigste Erkenntnisse
- Der Kryptomarkt lag am 21. Juli leicht im Plus. Die gesamte Marktkapitalisierung belief sich auf rund 2,22 $ Billionen und lag damit etwa 0,85 % über dem Vortag.
- Trump hat einer Ethik-Bestimmung in der CLARITY Act zugestimmt. Damit ist die letzte große Hürde für das US-Kryptogesetz offenbar genommen.
- Uniswap stieg um rund 6 % auf 3,69 $. Gleichzeitig ließ das Kaufvolumen nach dem Ausbruch vom 11. Juli etwas nach.
Der Kryptomarkt hat am 21. Juli leicht zugelegt. Die gesamte Marktkapitalisierung lag bei rund 2,22 $ Billionen (1,9 € Billionen) und damit etwa 0,85 % höher als am Vortag. Rückenwind kam vor allem aus Washington: Präsident Donald Trump hat einer Ethik-Bestimmung in der CLARITY Act zugestimmt. Damit dürfte die letzte große Hürde für das US-amerikanische Gesetz zur Marktstruktur im Kryptobereich aus dem Weg geräumt sein.
CLARITY Act bekommt grünes Licht
Die CLARITY Act soll künftig klarer festlegen, welche US-Aufsichtsbehörde für welche digitalen Assets zuständig ist. Für die Branche ist das seit Jahren ein zentrales Thema, weil die Abgrenzung zwischen Security und Commodity oft unscharf blieb. Neu ist außerdem ein sogenannter Dezentralisierungstest, der bestimmen soll, wann ein Token von der SEC-Aufsicht in den Zuständigkeitsbereich der CFTC wechselt.
Nach dem aktuellen Zeitplan dürfte der vollständige Text des Gesetzentwurfs in den kommenden Tagen vorliegen, während der Senat in der ersten Augustwoche eine Frist hat. Zudem schafft das Gesetz einen föderalen Registrierungsrahmen für Krypto-Börsen, Broker und Dealer. Vorgesehen sind unter anderem Regeln zu Marktintegrität, zur Trennung von Assets und zu Interessenkonflikten. Die Debatte über die Ethik-Bestimmungen läuft bereits länger, auch nachdem Trumps Krypto-Einnahmen die Verhandlungen zusätzlich belastet hatten.
Rotation aus Aktien heraus
Neben den politischen Nachrichten spielte auch das Marktumfeld eine Rolle. US-Aktien zeigten sich schwächer, der S&P 500 schloss im Minus und gab auf Fünf-Tages-Sicht rund 1 % nach. In einem solchen Umfeld suchen Anleger mitunter nach alternativen Renditechancen, wodurch Krypto zeitweise mehr Aufmerksamkeit erhält.
Dieses Muster ist nicht neu: Wenn Aktienmärkte an Schwung verlieren, kann Kapital vorübergehend in den Kryptomarkt umgeschichtet werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Bewegung breit getragen oder nachhaltig ist. Es erklärt aber, warum der Markt an diesem Tag höher notierte, während die Wall Street schwächer tendierte.
Uniswap sticht heraus
Innerhalb des Marktes fiel vor allem Uniswap auf. Der Token der größten dezentralen Exchange legte um etwa 6 % auf 3,69 $ (3,23 €) zu und liegt damit auf 30-Tage-Sicht rund 24 % im Plus. Dabei durchbrach der Kurs die Marke von 3,67 $ (3,21 €), die seit dem 11. Juli als Widerstand gegolten hatte.
Ein Vorbehalt bleibt allerdings bestehen. Das Kaufvolumen hat seit dem Ausbruch vom 11. Juli nachgelassen, weshalb die Bewegung noch zusätzliche Bestätigung braucht, um sich zu festigen. Für europäische Krypto-Beobachter ist das relevant, weil es zeigt, wie eng Regulierung, Liquidität und tokenbezogener Handel an einem Tag zusammenwirken können, an dem der breitere Kryptomarkt ohnehin in Bewegung ist.