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Coinbase, Circle und Robinhood rutschen in einen stealth Bear Market

Kobeissi sieht einen stealth Bear Market: Coinbase, Circle und Robinhood liegen deutlich unter ihren Höchstständen, während Bitcoin sich weiter schwer damit tut, über 80.000 Dollar zu bleiben, und Zinserwartungen auf riskante Assets drücken.

Coinbase, Circle und Robinhood rutschen in einen stealth Bear Market

Wichtigste Erkenntnisse

  • Coinbase, Circle und Robinhood liegen 40 % bis 56 % unter ihren Höchstständen, während der S&P 500 im Oktober nahe an einem Rekord stand.
  • Kobeissi nennt das einen stealth Bear Market und ordnet 20 Tech-Aktien dem Bear-Market-Territorium zu, wobei AppLovin, Coinbase, Circle und Robinhood am unteren Ende stehen.
  • Bitcoin bleibt unter 80.000 Dollar, und die Schwäche trifft auch europäische Krypto-Anleger, vor allem wegen Zinserwartungen und der Anfälligkeit von Krypto-Aktien für Regulierung.

Coinbase, Circle und Robinhood liegen inzwischen 40 % bis 56 % unter ihren Höchstständen, während der S&P 500 im Oktober nahe an einem Rekord stand. Laut dem Kobeissi Letter deutet das auf einen stealth Bear Market hin: Der breite Index wirkt stark, aber ein großer Teil der Krypto-Aktien steckt bereits tief im Minus.

Harte Rückschläge für Krypto-Aktien

Kobeissi ordnet 20 Tech-Aktien dem Bear-Market-Territorium zu. AppLovin führt diese Liste mit einem Minus von 65 % an, während Coinbase bei 56 % liegt, Circle bei 44 % und Robinhood bei 40 %.

Diese Schwäche fällt umso mehr auf, weil seit dem 30. März zehn Aktien 70 % der Gewinne des S&P 500 getragen haben. Nvidia allein war für 13 % des Anstiegs des Index verantwortlich. Auch Micron und Alphabet gehören zu den größten Beitragszahlern, liegen selbst aber weiterhin 24 % und 28 % unter ihren Höchstständen.

Für Krypto-Anleger zeigt das, wie groß der Unterschied zwischen dem Schlagzeilen-Index und den Aktien ist, die an Krypto gekoppelt sind. Diese Namen bewegen sich also nicht nur mit Bitcoin, sondern auch mit der breiteren Risikobereitschaft und der Nachfrage nach Wachstumsaktien.

Bitcoin bleibt unter 80.000 Dollar (71.900 Euro)

Bitcoin tut sich derweil weiter schwer, über 80.000 Dollar (71.900 Euro) zu bleiben. Der Kurs fällt immer wieder darunter, auch nachdem ein amerikanischer Treasury-Bond-Buyback am Dienstag sein Limit von 6 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) vollständig ausgeschöpft hatte, ohne die Kryptowährung nach oben zu bringen.

Das passt in ein breiteres Umfeld, in dem höhere Zinserwartungen weiter auf Risk Assets drücken. Mitte Oktober rechnete der Markt laut Kobeissi noch mit drei zusätzlichen Zinserhöhungen der Federal Reserve bis Juni 2027, während Anfang 2026 noch drei Zinssenkungen erwartet wurden.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Anleger ist das relevant, weil die Schwäche nicht nur bei Bitcoin zu sehen ist, sondern auch bei börsennotierten Unternehmen, die direkt an Krypto gekoppelt sind. Circle reagiert besonders sensibel auf die Debatte rund um Stablecoins, weil das Unternehmen USD Coin ausgibt und den Großteil seiner Einnahmen aus Zinsen auf Reserven erzielt. Solche Aktien können deshalb stärker auf Zinserwartungen und Regulierung reagieren als der breitere Kryptomarkt selbst.

Auch der breitere Marktdruck spielt eine Rolle: Cantor sieht Bitcoin-Boden um Oktober in einem Bear Market hatte zuvor bereits skizziert, wie Analysten auf eine mögliche Wende im Zyklus blicken.


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