Cryptobörse Indodax verliert 22 Millionen durch Hack
Eine indonesische Kryptobörse musste offline gehen, weil Kryptowährungen im Wert von 22 Millionen gestohlen wurden.

Eine indonesische Kryptobörse musste offline gehen, nachdem Kryptowährungen im Wert von 22 Millionen gestohlen wurden.
Die indonesische Kryptobörse Indodax wurde das Opfer eines Hacks, bei dem Kryptowährungen im Wert von 22 Millionen USD gestohlen wurden. Die Details des Angriffs wurden von SlowMist in View post on X veröffentlicht.
Nach Untersuchungen von Blockchain-Forschungsunternehmen wie Cyvers, PeckShield und SlowMist zeigte sich, dass ein Angriff auf die Warm wallets der Börse erfolgte. Die Hacker stahlen dabei große Mengen Bitcoin, Ethereum, Polygon, Tron und Shiba Inu.
Laut der Untersuchung von SlowMist machte eine Schwachstelle im Abhebesystem der Kryptobörse den Hack möglich. Cyvers meldet jedoch, dass die Angriffsmethode vermutlich auf andere Systeme abzielte, wie die Signaturmaschine.
Der Großteil des gestohlenen Werts, nämlich 14,6 Millionen USD, wurde in Form von ERC-20-Tokens der Börse gestohlen. Die Hacker stahlen außerdem „nur“ 1,4 Millionen USD in Bitcoin. Laut Cyvers haben die Angreifer die Tokens in Ether umgewandelt und versuchten, die Herkunft durch den Einsatz von Kryptomischern wie Tornado Cash zu verschleiern.
Nachdem der Hack bekannt wurde, informierte Indodax seine Nutzer, dass die Börse offline gehen würde, um die Sicherheitslücken zu schließen. Sie wollten ein „vollständiges Wartungsfenster“ durchführen, damit das System bald wieder vollständig und sicher betrieben werden kann.
Der Leiter der AI-Abteilung bei Cyvers, Yosi Hammer, vermutet, dass die nordkoreanische Hackergruppe Lazarus hinter dem Diebstahl steckt. Das Muster des Angriffs auf die Kryptobörse Indodax würde stark dem der Lazarus Group ähneln.
Die Lazarus Group ist als eine berüchtigte Hackergruppe in der Krypto-Welt bekannt. Auch der Angriff auf die indische Kryptobörse WazirX dürfte von dieser Gruppe durchgeführt worden sein.