Finst

Deaton: Fast 4.000 XRP-Inhaber halfen Ripple im Streit mit der SEC

Deaton sagt, dass Tausende von Erklärungen von XRP-Inhabern im Verfahren gegen die SEC Gewicht hatten. Das Urteil zu XRP bleibt für die US-Einstufung von Tokens relevant.

Deaton: Fast 4.000 XRP-Inhaber halfen Ripple im Streit mit der SEC

Wichtigste Erkenntnisse

  • John Deaton sagt, dass fast 4.000 XRP-Inhaber mit ihren Erklärungen zum Sieg von Ripple gegen die SEC beigetragen haben.
  • Richterin Analisa Torres entschied, dass XRP selbst kein Wertpapier ist, direkte institutionelle Verkäufe aber gegen das Wertpapierrecht verstoßen haben.
  • Der Fall wurde im August 2025 formell abgeschlossen, während XRP bei rund 1,08 $ gehandelt wurde und etwa 3 % im Minus lag.

Der juristische Erfolg von Ripple gegen die amerikanische Securities and Exchange Commission hatte laut Anwalt John Deaton eine überraschend breite Basis: Fast 4.000 XRP-Inhaber sollen ihre Sichtweise vor Gericht eingebracht haben. Nach Deatons Darstellung sind diese Erklärungen zusammen mit weiteren Unterlagen sichtbar in das Urteil von Richterin Analisa Torres eingeflossen, wonach XRP selbst nicht als Wertpapier einzustufen ist.

Wie sich der Fall drehte

Im Zentrum des Verfahrens stand die Frage, ob Ripple XRP als nicht registriertes Wertpapier verkauft hat. Die SEC leitete den Fall im Dezember 2020 ein und warf Ripple vor, über nicht registrierte XRP-Verkäufe mehr als 1,3 $ Milliarden (1,1 € Milliarden) eingenommen zu haben. Im Juli 2023 zog Torres dann eine klare Trennlinie: Direkte Verkäufe an institutionelle Käufer verstießen gegen das Wertpapierrecht, Verkäufe an Privatanleger über Börsen jedoch nicht.

Deaton zufolge waren die Erklärungen der XRP-Inhaber mehr als bloßes Begleitmaterial. Er sagte, die Richterin habe in ihrem Endurteil nur einige Dutzend Exhibits aus Tausenden eingereichten Unterlagen zitiert, und die Affidavits der XRP-Inhaber seien darunter gewesen. Zudem verwies er auf seinen Amicus Brief sowie auf eine frühere Anhörung im LBRY-Fall, einem anderen Krypto-Verfahren der SEC.

Warum das weiter wichtig ist

Zusätzliches Gewicht erhielt das Urteil später dadurch, dass Ripple 2024 eine zivilrechtliche Strafe von 125 $ Millionen zahlte und der Fall im August 2025 formell abgeschlossen wurde, nachdem beide Seiten ihre Berufung zurückgezogen hatten. Damit blieb der Kern des Urteils bestehen, während die SEC ihre eigene Berufung bereits im März 2025 fallen ließ. Das dürfte als Hinweis darauf gelten, dass die Behörde ihren Umgang mit Krypto neu bewertet.

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass der Fall die breitere Debatte über Marktstruktur und die Einstufung von Tokens weiter beeinflusst. In den USA wird erneut über Regeln für Kryptomärkte diskutiert, während das Ripple-Urteil zeigt, wie stark der rechtliche Status eines Tokens Börsen, Emittenten und Anleger betreffen kann. Das spielt auch in Ripples breitere Europa-Strategie hinein, darunter der Schritt zu einer vollständigen MiCA-Lizenz in Luxemburg.

XRP bleibt unter Druck

Trotz des juristischen Meilensteins gab es für XRP selbst wenig Anlass zur Freude. Der Token notierte bei rund 1,08 $ (0,94 €) und lag am Tag der Veröffentlichung etwa 3 % im Minus. Ripple-Chef Brad Garlinghouse hatte das Ergebnis zuvor als nahezu existenziellen Kampf für das Unternehmen beschrieben. Für den Markt steht nun vor allem die Frage im Raum, wie weit sich die rechtliche Klarheit rund um XRP auf den breiteren US-Krypto-Rahmen übertragen lässt.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.