Demokraten verlangen Anhörung zu Trump und WLFI
Der Senat will untersuchen, ob unbekannte Investoren, möglicherweise aus den VAE, Einfluss auf Trumps WLFI-Struktur haben. Der Fall berührt Interessenkonflikte, ausländischen Einfluss und die Krypto-Aufsicht in den USA.

Wichtigste Erkenntnisse
- Senate Democrats haben am 10. Juli Anhörungen zu den nationalen Sicherheitsrisiken rund um Trumps Krypto-Bestände gefordert.
- Die Senatoren sagen, neue Offenlegungen deuteten auf unbekannte Dritte und möglichen ausländischen Einfluss auf WLFI und Trumps Politik hin.
- Laut den Offenlegungen verdiente die Trump-Familie in seiner zweiten Amtszeit rund 1,4 Milliarden Dollar mit Krypto-Aktivitäten.
Senate Democrats haben am 10. Juli Anhörungen zu den nationalen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit den Krypto-Beständen von Präsident Donald Trump gefordert. Auslöser sind neue bundesweite Offenlegungen. Nach Einschätzung der Senatoren legen sie nahe, dass unbekannte Dritte an dem Krypto-Vehikel seiner Familie beteiligt sind, während zugleich weiter Fragen zu möglichem ausländischem Einfluss auf seine Politik offenbleiben.
Neue Offenlegungen unter Beschuss
Der Vorstoß kommt von Elizabeth Warren, Richard Blumenthal, Gary Peters, Dick Durbin und Ron Wyden. Sie sind die ranghöchsten Demokraten in fünf Senatsausschüssen mit Aufsicht über Finanzen, Sicherheit oder Justiz. Nach ihrem Willen sollen ihre Ausschüsse prüfen, ob die Vereinigten Arabischen Emirate oder andere unbekannte Investoren Einfluss auf Entscheidungen von Trump nehmen könnten.
Laut den Senatoren zeigen die neuesten finanziellen Offenlegungen, dass die Krypto-Aktivitäten der Trump-Familie im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit rund 1,4 $ Milliarden (1,2 € Milliarden) eingebracht haben. Zuvor berichtete BeInCrypto, dass Trumps Meme Coin etwa 636 $ Millionen (556 € Millionen) verdient hat, während World Liberty Financial, besser bekannt als WLFI, rund 515 $ Millionen (451 € Millionen) aus Token-Verkäufen und 65 $ Millionen (56,9 € Millionen) aus Equity eingenommen hat.
Die Senatoren verweisen außerdem darauf, dass die Einreichung auf nicht näher benannte Third Parties mit einem Anteil an WLF hinweist. Dieses Detail folgte auf Berichte, wonach ein mit den VAE verbundenes Vehikel für rund 500 $ Millionen (437 € Millionen) einen Anteil von 49 Prozent gekauft haben soll.
Politischer und rechtlicher Druck
Die Demokraten argumentieren, die Offenlegungen verschärften die Bedenken gegenüber einem Präsidenten, der Krypto-Politik mitgestaltet, während er selbst wirtschaftlich von der Branche profitiert. In ihrer Erklärung verweisen sie auch auf die Auflösung des National Cryptocurrency Enforcement Team des Justizministeriums als Beispiel für eine schwächere Durchsetzung.
Offen ist nun, ob republikanische Ausschussvorsitzende die Anhörungen tatsächlich zulassen. Sollte das nicht geschehen, bleibt vor allem politischer Druck bestehen. Inhaltlich berührt der Fall jedoch eine breitere Debatte über ausländische Investitionen, Interessenkonflikte und die Aufsicht über Krypto-Strukturen rund um politische Familien. Diese Diskussion läuft auch in Washington weiter, wo der Senat an der Clarity Act arbeitet und ethische Schutzmechanismen rund um Krypto-Einnahmen von Politikern immer wieder Thema sind.
Bedeutung für Europa
Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem deshalb relevant, weil der Fall zeigt, wie eng Krypto, Politik und nationale Sicherheit in den USA miteinander verknüpft sein können. Die mögliche Rolle ausländischer Interessen bei WLFI macht zudem deutlich, warum Aufseher und politische Entscheidungsträger zunehmend auf die Eigentümerstrukturen hinter Krypto-Unternehmen achten. Das könnte auch für die Frage relevant sein, wie ähnliche Konstruktionen in anderen Rechtsräumen bewertet werden.