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Deribit sieht 2,5 $ Milliarden in Bitcoin-Call-Spreads

Der Bull-Call-Spread auf Deribit deutet auf institutionelle Positionen hin. Die Laufzeit liegt rund um den Fed-Entscheid vom 29. Juli, während Trader auf eine BTC-Erholung auf 72.000 $ setzen.

Deribit sieht 2,5 $ Milliarden in Bitcoin-Call-Spreads

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin-Trader haben in dieser Woche auf Deribit Call-Spreads mit einem Nominalwert von 2,5 $ Milliarden gekauft.
  • Die Strategie zielt auf einen Anstieg von Bitcoin auf 72.000 $ bis zum 31. Juli ab. Dabei wurden Calls auf 70.000 $ gekauft und Calls auf 72.000 $ verkauft.
  • Der Handel fällt zeitlich mit dem Fed-Zinsentscheid am 29. Juli zusammen. Der Markt rechnet derzeit vor allem mit einer Zinspause.

Bitcoin-Trader haben in dieser Woche auf Deribit Call-Spreads im Nominalwert von 2,5 $ Milliarden (2,2 € Milliarden) aufgebaut. Die Positionen setzen auf einen Anstieg von Bitcoin auf 72.000 $ (63.000 €) bis zum 31. Juli. Zeitlich fällt das mit dem Zinsentscheid der Federal Reserve am 29. Juli zusammen, wobei der Markt aktuell vor allem eine Pause erwartet.

Große Positionen auf Deribit

Nach Angaben von Deribit wurden 20.000 Kontrakte des 70.000 $ (61.200 €) Calls gekauft und gleichzeitig 20.000 Kontrakte des 72.000 $ (63.000 €) Calls mit demselben Verfall verkauft. Auf Basis von 40.000 Kontrakten, die jeweils 1 Bitcoin abbilden, ergibt sich daraus ein nominales Volumen von 2,5 $ Milliarden (2,2 € Milliarden).

Diese Konstruktion wird als Bull-Call-Spread bezeichnet. Sie kommt typischerweise dann zum Einsatz, wenn Trader mit einem moderaten Kursanstieg rechnen: Die Einstiegskosten fallen geringer aus, der mögliche Gewinn ist oberhalb des höheren Strikes jedoch begrenzt. Jean-David Péquignot, Chief Commercial Officer bei Deribit, sagte, dass in dieser Woche vor allem große Blöcke in BTC-Topside-Call-Spreads zu sehen gewesen seien.

Was das über den Markt sagt

Solche Optionsströme gelten häufig als Hinweis auf institutionelle Positionierung und weniger auf klassischen Retail-Handel, vor allem wegen der Größe und der präzisen Wahl der Strikes. Die Konzentration rund um 72.000 $ (63.000 €) spricht dafür, dass einige große Marktteilnehmer nicht nur auf steigende Kurse setzen, sondern auch auf ein konkretes Niveau, an dem sich der Trade rechnen soll.

Das Interesse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin Anfang des Monats von unter 58.000 $ (50.700 €) wieder auf 64.000 $ (56.000 €) gestiegen ist. Gleichzeitig bleibt das makroökonomische Umfeld ein wichtiger Faktor: Höhere Zinsen machen risikoreiche Anlagen wie Krypto in der Regel weniger attraktiv, während ein lockererer Zinspfad wiederum zusätzlichen Spielraum für Nachfrage nach Bitcoin schaffen kann. Entsprechend dürfte der Fed-Entscheid für die kurzfristige Entwicklung besonders relevant bleiben.

Fed und Geopolitik

Fed-Funds-Futures preisen derzeit vor allem ein, dass die Zentralbank den Leitzins in der Spanne von 3,5% bis 3,75% unverändert lässt. Laut den meisten Trackern liegt die Wahrscheinlichkeit dafür bei 75% bis 80%, während der Markt den Rest zwischen einer Anhebung und, in geringerem Umfang, einer Senkung verteilt.

Die Zinserwartungen haben sich in den vergangenen Wochen nach den Inflationsdaten für Juni verschoben. Diese hatten sowohl bei Verbraucher- als auch bei Erzeugerpreisen eine deutliche Abkühlung gezeigt. Die jüngste Eskalation zwischen den USA und Iran sorgt jedoch erneut für Unsicherheit, unter anderem wegen möglicher Störungen beim Ölfluss durch die Straße von Hormus. Für Bitcoin-Trader bedeutet das vor allem, dass die Phase rund um den Fed-Entscheid wahrscheinlich volatil bleiben dürfte.


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