Finst

Dollar-Index nähert sich dem Ausbruch, während Bitcoin unter Druck bleibt

Der Dollar nähert sich einem wichtigen Ausbruch, während Bitcoin weiter abrutscht. Ein stärkerer DXY könnte den Druck auf den Kryptomarkt in den kommenden Tagen erhöhen.

Dollar-Index nähert sich dem Ausbruch, während Bitcoin unter Druck bleibt

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin fällt zum dritten Tag in Folge und notiert bei rund $63.900, während auch der breitere Kryptomarkt unter Druck steht.
  • Der Dollar-Index steigt auf 100,66 und nähert sich einem Ausbruch aus einer 13-monatigen Seitwärtsbewegung, was Bitcoin normalerweise belastet.
  • Analysten nennen $62.258 als wichtiges 200-Wochen-gleitendes-Durchschnittsniveau; europäische Anleger sollten auch die Fed-Politik und den DXY im Blick behalten.

Bitcoin steht unter Druck, während der Dollar-Index (DXY) kurz vor einem wichtigen Ausbruch steht. Die größte Kryptowährung fällt zum dritten Tag in Folge und notiert bei rund $63.900 (€55.100), seit Mitternacht UTC fast 1 % niedriger. Der breitere Kryptomarkt zeigt ein ähnliches Bild, mit Ausnahme einiger Tokens wie HASH, XLM und ENA, die dagegen um 7 % oder mehr zulegen.

Dollar-Index und Auswirkungen auf den Kryptomarkt

Der Dollar-Index, der den Wert des amerikanischen Dollars gegenüber sechs großen Währungen, darunter der Euro und der japanische Yen, misst, stieg um 0,26 % auf 100,66 und baut damit auf dem Anstieg von 0,8 % am Mittwoch auf. Der Index steht kurz davor, aus einer 13-monatigen Seitwärtsbewegung auszubrechen, also aus einem Bereich, in dem Käufer und Verkäufer lange Zeit im Gleichgewicht waren.

Ein Ausbruch über diese Grenze könnte zu einer stärkeren Kaufaktivität im Dollar führen, was normalerweise auf dollar-denominierte Assets wie Bitcoin Druck ausübt. Historisch bewegen sich Bitcoin und der Dollar-Index gegenläufig; die jüngste 90-Tage-Korrelation lag bei etwa -0,82. Das bedeutet, dass ein stärkerer Dollar oft mit niedrigeren Bitcoin-Preisen zusammenfällt.

Einfluss der Fed-Politik und technische Marken

Der jüngste hawkishe Ton der Federal Reserve, der Sorgen über mögliche Zinserhöhungen geschürt hat, trägt zur Stärke des Dollars bei. Sollte der Dollar-Index weiter steigen, könnte Bitcoin unter Druck bleiben und möglicherweise auf das wichtige 200-Wochen-gleitende-Durchschnittsniveau bei $62.258 (€53.700) zurückfallen.

Analysten der Kryptobörse Kraken weisen darauf hin, dass ein Rückgang unter dieses Niveau in der Vergangenheit oft zu deutlichen Renditen auf mittlere Sicht geführt hat, mit einem medianen Gewinn von mehr als 100 % innerhalb von ein bis drei Jahren. Gleichzeitig warnen andere Experten vor einer möglichen tieferen Korrektur, falls diese technische Marke unterschritten wird.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Für europäische Anleger ist es wichtig, die Entwicklungen beim Dollar-Index und bei der Fed-Politik im Blick zu behalten, da ein stärkerer Dollar den Preis von Bitcoin und anderen Kryptowährungen beeinflussen kann. Die Zusammensetzung des DXY, bei dem der Euro ein hohes Gewicht hat, sorgt dafür, dass auch die wirtschaftliche Lage in Europa und die Politik der Europäischen Zentralbank indirekt auf die Dollarstärke und damit auf den Kryptomarkt wirken können.

Ein Ausbruch beim Dollar-Index kann also ein Signal für erhöhte Volatilität und Preisdruck im Kryptomarkt sein, was für das Risikomanagement und Handelsstrategien in Europa relevant sein kann. Das passt zur breiteren makroökonomischen Belastung, die auch am Anleihemarkt sichtbar ist, wo höhere Zinsen und ein strafferer Fed-Kurs zusätzlichen Druck auf Bitcoin ausüben.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.