FCA öffnet britischen Krypto-Genehmigungsweg für Unternehmen
Die FCA macht den Weg frei für ein breiteres britisches Krypto-Regime mit Lizenzanforderungen für Handelsplattformen, Verwahrung und Staking. Unternehmen haben bis Februar 2027 Zeit, sich zu melden.

Wichtigste Erkenntnisse
- Die FCA hat das Authorization-Gateway für Krypto-Unternehmen geöffnet, die im Vereinigten Königreich aktiv sein wollen.
- Unternehmen haben bis Ende Februar 2027 Zeit, eine Autorisierung zu beantragen; das neue Regime soll im Oktober 2027 in Kraft treten.
- Wer die Frist verpasst, darf keine neuen britischen Kunden mehr annehmen, bis die Autorisierung genehmigt ist.
Krypto-Unternehmen, die im Vereinigten Königreich aktiv sein wollen, haben fünf Monate Zeit, einen Antrag bei der Financial Conduct Authority (FCA) einzureichen. Die Aufsichtsbehörde öffnete am Mittwoch das sogenannte Authorization-Gateway, womit der Weg zum neuen britischen Krypto-Regime offiziell offensteht.
Fünf Monate für den Antrag
Die Antragsfrist läuft bis Ende Februar 2027. Danach folgt die Prüfung der Unterlagen, damit das neue Regime im Oktober 2027 in Kraft treten kann. Für Unternehmen, die bereits unter der bestehenden Geldwäsche-Registrierung der FCA fallen, könnte ein Teil der Vorarbeit schon erledigt sein, aber einen automatischen Übergang gibt es nicht.
Das ist wichtig für Akteure, die bereits jetzt im Vereinigten Königreich aktiv sind. Auch Unternehmen, die bisher nur unter den Money Laundering Regulations registriert sind, müssen erneut eine Autorisierung beantragen, wenn sie später unter den breiteren Regeln weiter operieren wollen.
Mehr als nur Registrierung
Der neue britische Ansatz geht über eine einfache Basisregistrierung hinaus. Die FCA hat einen breiteren Rahmen für neun regulierte Tätigkeiten ausgearbeitet, darunter der Betrieb von Handelsplattformen, das Handeln als Principal oder Agent, die Verwahrung von Cryptoassets und Cryptoasset Staking. Damit verschiebt sich der Fokus von vor allem Geldwäsche-Regeln hin zu einer deutlich breiteren Lizenzstruktur.
Der Zeitplan zeigt auch, wie lange die britische Gesetzgebung schon in Entwicklung ist. Die ersten legislativen Schritte stammen aus dem Jahr 2022, während die Europäische Union mit MiCA bereits früher einen vollständigen Rahmen eingeführt hat. Für den britischen Markt bedeutet das, dass Unternehmen ihren Antrag jetzt in relativ kurzer Zeit abschließen müssen, während das Regime selbst erst später vollständig in Kraft tritt.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für europäische Krypto-Leser ist vor allem relevant, dass das Vereinigte Königreich nun einen klaren Weg zur Autorisierung bietet, aber auch strikte Grenzen dafür setzt, wer nach Ablauf der Frist noch neue Kunden annehmen darf. Unternehmen, die zu spät dran sind, können bestehende Verträge in einigen Fällen zwar noch abwickeln, dürfen aber keine neuen britischen Kunden mehr onboarden, bis sie genehmigt sind. Damit wird die Antragsphase vor allem zu einem praktischen Test für Akteure, die bereits aktiv sind oder sich den Zugang zum britischen Markt schnell sichern wollen.