Fidelity ergänzt seinen Ethereum-Fonds um Staking
Fidelity will Staking und Quartalsausschüttungen zu FETH hinzufügen, einem der größten Spot-Ether-ETFs in den USA. Der Schritt folgt auf neue IRS-Spielräume für Krypto-Trusts und passt in das Rennen mit Grayscale und 21Shares.

Wichtigste Erkenntnisse
- Fidelity bereitet Staking und Quartalsausschüttungen für seinen Fidelity Ethereum Fund vor, der ein Nettovermögen von 898 Millionen Dollar hat.
- Unter normalen Umständen kann der Fonds bis zu 100% seiner ETH staken, während ETH für Redemptions und Liquiditätsbedürfnisse verfügbar bleibt.
- Netto-Staking-Rewards werden für Fondskosten verwendet und anschließend als Barausschüttungen pro Quartal ausgezahlt.
Fidelity bereitet Staking und Quartalsausschüttungen für seinen Fidelity Ethereum Fund (FETH) vor, einen der größten Spot Ether-ETFs in den USA. Der Fonds hat ein Nettovermögen von 898 Millionen Dollar (778 Millionen Euro) und könnte unter normalen Umständen bis zu 100% seiner ETH staken, auch wenn Fidelity keine Untergrenze festlegt.
Staking im Fonds
In der angepassten Registrierungsunterlage steht, dass der Fonds ETH für Redemptions, Kosten und andere Liquiditätsbedürfnisse verfügbar hält. Fidelity will damit Staking mit den praktischen Anforderungen eines börsennotierten Fonds verbinden, bei dem Anleger jederzeit ein- und aussteigen können müssen.
Der Schritt passt zu einer breiteren Verschiebung im Markt für Spot-Ether-ETFs. Fidelity würde sich damit Grayscale und 21Shares anschließen, die Staking bereits zu bestehenden Ether-Fonds hinzufügen. BlackRock wählte dagegen einen anderen Weg und brachte ein separates Staking-Produkt auf den Markt.
Neue steuerliche Spielräume
Der Zeitpunkt hängt mit einem IRS-safe-harbor-Bulletin vom November 2025 zusammen, das qualifizierten Krypto-Trusts erlaubt, Assets zu staken, ohne ihren Grantor-Trust-Status zu verlieren. Das ist für Emittenten von Ether-Fonds relevant, weil die steuerliche Behandlung von Staking-Einnahmen lange Zeit ein Bremsfaktor für solche Produkte war.
Fidelity würde 85% der Brutto-Staking-Rewards behalten. Die übrigen 15% gehen an den Fondsmanager, Custodians und Node-Operatoren. Blockdaemon, Figment und Galaxy werden als Node-Operatoren für den Trust genannt.
Was Anleger davon merken
Die Netto-Staking-Rewards werden zunächst verwendet, um Fondskosten zu decken, und danach als Barausschüttungen pro Quartal ausgezahlt. Laut den IRS-Regeln müssen Fonds, die Netto-Staking-Rewards erzielen, diese mindestens vierteljährlich ausschütten. Fidelity sagt außerdem, dass es gegebenenfalls einen Teil der ETH verkaufen kann, um Cash für Auszahlungen freizumachen.
Für europäische Krypto-Beobachter zeigt das, wie schnell sich Spot-Ether-Produkte von reiner Preisnachbildung hin zu Fonds mit zusätzlichen Ertragsquellen entwickeln. Das könnte für die breitere Debatte darüber relevant sein, wie regulierte Krypto-Anlageinstrumente in den USA und Europa ihre Rendite strukturieren, zumal Staking immer häufiger Teil des Produktdesigns wird.