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Goldman Sachs kauft NEOS und setzt auf Bitcoin-ETF

Die Bank erhält über NEOS direkten Zugang zu BTCI, einem Bitcoin-ETF mit mehr als 1 Milliarde Dollar an Vermögen und Optionserlösen. Der Deal passt in Goldmans breitere ETF-Strategie und wartet noch auf die Aufsichtsbehörden.

Goldman Sachs kauft NEOS und setzt auf Bitcoin-ETF

Wichtigste Erkenntnisse

  • Goldman Sachs kauft NEOS Investments und erhält damit direkten Zugang zu BTCI, einem Bitcoin-ETF mit rund 1,1 Milliarden Dollar an Vermögen.
  • Die Übernahme bewertet NEOS mit bis zu 2,25 Milliarden Dollar und soll nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.
  • BTCI nutzt Spot-Bitcoin-ETPs und Call-Optionen, um monatliche Ausschüttungen zu generieren, während Goldman seine ETF-Strategie mit optionsbasierten Fonds ausbaut.

Goldman Sachs kauft NEOS Investments in einem Deal, der der Bank direkten Zugang zu BTCI verschafft, einem Bitcoin-ETF mit rund 1,1 Milliarden Dollar (1 Milliarde Euro) an Vermögen und einer geschätzten Rendite von etwa 27%. Die Übernahme, die in bar und Aktien bezahlt wird, bewertet NEOS mit bis zu 2,25 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) und soll nach der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.

BTCI passt in Goldmans ETF-Strategie

BTCI wurde im Oktober 2024 gestartet und wuchs in weniger als zwei Jahren zu einem Fonds mit mehr als 1 Milliarde Dollar (0,9 Milliarden Euro) an Assets heran. Das Produkt hält Spot-Bitcoin-ETPs und verkauft Call-Optionen auf diese Positionen, um monatliche Ausschüttungen zu generieren. Dadurch erhalten Anleger Erträge aus dem Fonds, geben aber einen Teil der Aufwärtsbewegung ab, wenn Bitcoin stark steigt.

Diese Struktur ähnelt stark dem, was Goldman vor vier Monaten selbst bei der SEC mit dem Goldman Sachs Bitcoin Premium Income ETF registriert hat. Laut Bloomberg-Analyst Eric Balchunas erklärt die Übernahme, warum die Bank ihr eigenes Produkt bislang noch nicht gestartet hat. Goldman entscheidet sich damit dafür, eine bestehende Plattform zu übernehmen, statt eine vergleichbare Strategie selbst von Grund auf aufzubauen.

Wachstum bei optionsbasierten Fonds

Der Deal verschafft Goldman nicht nur BTCI, sondern auch Zugang zu einer optionsbasierten ETF-Plattform mit einem Volumen von rund 30 Milliarden Dollar (26 Milliarden Euro) verteilt auf 19 Fonds. Zusammen mit Goldmans bestehenden ETF-Aktivitäten und der früheren Übernahme von Innovator Capital Management im April 2026 kommt die Bank auf mehr als 130 Milliarden Dollar (113 Milliarden Euro) an ETF-Assets unter Verwaltung und gehört damit zu den weltweit größten aktiven ETF-Managern.

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass Bitcoin immer häufiger in traditionelle Anlageinstrumente verpackt wird. Die Kategorie der Derivative-Income-ETFs ist inzwischen auf rund 180 Milliarden Dollar (156 Milliarden Euro) an Assets weltweit angewachsen und wächst laut Morningstar seit Jahren schnell. Das zeigt, dass die Grenze zwischen Krypto-Exposure und dem breiteren Fondsmarkt weiter verschwimmt, zumal große Anbieter wie Goldman Sachs und BlackRock dieses Segment aktiv ausbauen. Auch bei BlackRock ist diese institutionelle Nachfrage sichtbar: BlackRock kauft in drei Tagen 1 Milliarde Dollar an Bitcoin zeigte, wie schnell Spot-ETFs zu einem wichtigen Kanal für regulierte Bitcoin-Exponierung werden können.

Was das über Bitcoin-Produkte aussagt

NEOS wurde von erfahrenen ETF-Profis gegründet und konzentriert sich auf optionsbasierte Income-Lösungen mit Fokus auf hohe Erträge, steuerliche Effizienz und Diversifikation. Für Goldman passt die Übernahme in eine breitere Strategie, das ETF-Angebot um Produkte zu erweitern, die auf Renditenachfrage und Krypto-Exposure setzen, ohne selbst eine komplett neue Plattform entwickeln zu müssen.

Gleichzeitig zeigt BTCI, dass nicht jedes Bitcoin-Produkt gleich funktioniert. Der Fonds schüttet Erträge über Optionen aus, doch der Prospekt warnt davor, dass ein Teil dieser Ausschüttungen auch eine Rückzahlung von Kapital sein kann. Für Anleger ist das ein wichtiger Unterschied, gerade in einem Markt, in dem Yield und Bitcoin-Risiko immer häufiger in einem Produkt kombiniert werden.


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