Vom Crypto-Reichtum vor Gericht: Der verheerende Pfad von Alex Mashinskys Celsius
Mit seinem Kryptounternehmen hat er mehrere Milliarden US-Dollar Kundengelder verprasst.

Mit seinem Kryptounternehmen hat er mehrere Milliarden US-Dollar Kundengelder verprasst. Jetzt muss er sich vor Gericht verantworten.
Als Celsius, der Kryptoservice, im Juli 2022 pleite ging, hinterließ das Unternehmen Milliarden an Schäden. Bis heute warten Investoren auf ihr Geld. Kurz darauf trat Alex Mashinsky als CEO zurück. Mehrere US-Behörden verklagten ihn. Das Justizministerium beschuldigte ihn der Betrugs- und Marktmanipulation. Im Juli 2023 wurde er verhaftet. Jetzt muss ein Gericht Mashinkys Rolle im Fall Celsius aufklären.
Antrag auf Abweisung abgelehnt
Am 4. August 2023 lehnte Richterin Margaret Chan vom New Yorker Hochgerichtshof County die Anfechtung ab, Mashinskys Strafanzeige abzulehnen. Dadurch sieht er sich der zivilen Klage gegenüber, die im Januar von Letitia James, der Generalstaatsanwältin von New York, eingereicht wurde.
Als früherer Celsius-CEO versprach Mashinsky Investoren finanzielle Freiheit, führte sie aber in den finanziellen Untergang. Das Gesetz macht klar, dass es illegal ist, falsche und unbegründete Versprechen zu geben und Investoren zu täuschen. Heute handeln wir im Namen von Tausenden New Yorkerinnen und New Yorker, die von Herrn Mashinsky betrogen wurden, um ihre Verluste zurückzufordern.
Nach James haben Mashinskys Handlungen zu Verlusten bei Investoren beigetragen, indem er den finanziellen Zustand der Plattform falsch darstellte und regulatorischen Anforderungen nicht nachkam.
Mashinsky argumentierte, die Klage sei fehlerhaft in der Darstellung der Fakten und der juristischen Begründung. Es sei nur eine "Wiederholung falscher Informationen". Richterin Chan entschied jedoch, dass genügend Anschuldigungen vorliegen, um eine plausible Schlussfolgerung zu stützen, dass Mashinsky unzutreffende Darstellungen der Angelegenheit zu den fraglichen "Earn-Konten" gemacht habe, die neue Investoren zum Einschießen veranlasst hätten.
Celsius war – zusammen mit BlockFi – einer der großen Kreditdienste, die Nutzern, die Bitcoin dort verliehen, hohe Zinsen zahlten. Mit "Earn" konnten Investoren Kryptowährungen nutzen und dafür eine Vergütung erhalten (Lending). Im Januar 2023 entschied das Gericht, dass die auf diesen Konten eingezahlten Kryptos zum Konkursmasse gehörten. Schock für die Anleger. Kundenguthaben im Wert von 4,2 Milliarden US-Dollar waren eingefroren. Die Klage zielt darauf ab, Mashinsky künftig daran zu hindern, "in New York Geschäfte zu tätigen", so James. Ihm wurde außerdem eine Zahlung von Schadenersatz an geschädigte Celsius-Investoren auferlegt.
SEC greift ein
Neben der Klage der Staatsanwaltschaft von New York haben auch die US-Börsenaufsicht SEC und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) rechtliche Schritte gegen den ehemaligen CEO eingeleitet. Am 13. Juli reichte die SEC eine Klage ein. Der Vorwurf: Mashinsky habe "Milliarden Dollar" durch unregistrierte und betrügerische Angebote sowie durch illegal verkaufte "Krypto-Werte" gesammelt.
In der Anklage behauptete die SEC, Mashinsky habe Anlegern fälschlicherweise eine sichere Investition versprochen mit dem genannten "Earn Interest Program". Er soll auch den Preis des eigenen Celsius-Tokens manipuliert haben. Am Tag der SEC-Anklage wurde Mashinsky festgenommen. Mittlerweile ist Mashinsky gegen eine Kaution von 40 Millionen US-Dollar frei ge- parkscht.