FTX-Anleger wollen Prominente belangen
Eine Gruppe Investoren erklärt sich mit einer Einigung in ihrer zivilrechtlichen Klage gegen den inhaftierten FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) einverstanden.

Eine Gruppe Investoren geht eine Einigung in ihrer zivilrechtlichen Klage gegen den inhaftierten FTX-Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) ein. Im Gegenzug muss er an einer Klage gegen Prominente mitwirken, die die Plattform öffentlich beworben haben.
Sowohl SBF, der zu 25 Jahren Haft verurteilt wurde, als auch Adam Moskowitz, der Hauptanwalt, der für die Klassenklage verantwortlich ist, haben die Dokumente bereits unterzeichnet, wie Bloomberg berichtet.
Zahlreiche amerikanische Prominente hatten FTX bis 2022 beworben, darunter Basketbalspieler Shaquille O'Neal, Football-Star Tom Brady und seine Ex-Frau Gisele Bündchen sowie TV-Star Kevin O'Leary.
Unter der Leitung von Bankman-Fried hat die Börse FTX Millionen für Marketing und Werbung ausgegeben. Sie schloss Verträge mit Prominenten, aber auch mit Major League Baseball und dem NBA-Team Miami Heat.
Sollte ein Richter dem Antrag stattgeben, könnte SBF wenige Wochen nach seiner strafrechtlichen Verurteilung von der zivilrechtlichen Haftung befreit werden. Investoren haben mehr als acht Milliarden Dollar verloren, verursacht durch den Zusammenbruch von FTX.
Als Teil des vorgeschlagenen Vergleichs müsste Bankman-Fried alle nicht vertraulichen Dokumente über sein Vermögen übergeben, ebenso wie Informationen über andere Angeklagte in der erweiterten Klage gegen FTX.
Darüber hinaus müsste er umfangreiche Informationen über Risikokapitalgesellschaften offenlegen, die in FTX investiert haben. Gleiches gilt für Wirtschaftsprüfer und Anwälte, die mit der Börse zusammengearbeitet haben.
Bankman-Fried sitzt derzeit noch im Metropolitan Detention Centre in Brooklyn, New York. Der ehemalige CEO von FTX plant, gegen seine Verurteilung Berufung einzulegen.