Genesis bereitet Insolvenz vor
Krypto-Verleihdienst Genesis wird dieser Woche voraussichtlich Insolvenz beantragen.

Die Krypto-Verleihdienst Genesis wird voraussichtlich diese Woche Insolvenz beantragen. Bloomberg berichtet unter Berufung auf "Personen, die der Situation nahe stehen".
Laut dem Bericht hatte die Tochtergesellschaft der Digital Currency Group (DCG) vertrauliche Verhandlungen mit verschiedenen Gläubigern geführt und vor einem möglichen Insolvenz gewarnt. Genesis und DCG-Gläubiger hatten verschiedene Vorschläge ausgetauscht, aber bislang keine Einigung erzielt, so das Unternehmen. "Die Gespräche sind jedoch noch im Gange und die Pläne können sich noch ändern", sagten die Insider. Die Quartalsdividenden von DCG werden ebenfalls ausgesetzt, sagte das Krypto-Unternehmen in einem Aktionärsbrief vom 17. Januar, den Bloomberg News erhalten hat. DCG konzentriert sich auf "Stärkung der Bilanz durch Senkung der Betriebskosten und Beibehaltung der Liquidität", so das Unternehmen. Im Fall einer Insolvenz von Genesis müsste eine Summe von etwa 350 Millionen Dollar an die Muttergesellschaft DCG zurückgezahlt werden. Kürzlich hat die SEC sowohl Genesis als auch Gemini wegen unregistriertem Wertpapierhandel verklagt.
Das Earn-Programm, bei dem der ganze Schlamassel begann, wurde aufgrund des Streits zwischen den Unternehmen beendet. Insgesamt 900 Millionen Dollar von Gemini bleiben bei Genesis nach einer Aussetzung der Auszahlungen. Es bleibt abzuwarten, ob Gläubiger ihre eingefrorenen Vermögenswerte - zumindest teilweise - im Nachspiel einer möglichen Insolvenz zurückerhalten.
Gemini-Mitbegründer Cameron Winklevoss hat kürzlich DCG-CEO Barry Silbert zum Rücktritt aufgefordert.