Griechenland will 10 % Steuer auf Krypto-Gewinne einführen
Der Vorschlag geht im November ins Parlament und fügt sich in einen breiteren EU-Trend ein, in dem Krypto steuerlich immer häufiger als Anlage behandelt wird. Gewinne bis 500 Euro pro Jahr bleiben steuerfrei.

Wichtigste Erkenntnisse
- Griechenland bereitet eine Steuer von 10 % auf Krypto-Gewinne vor.
- Gewinne bis 500 Euro pro Jahr bleiben dem Vorschlag zufolge steuerfrei.
- Der Vorschlag geht im November ins Parlament und passt in einen breiteren europäischen Trend.
Griechenland bereitet eine Steuer von 10 % auf Krypto-Gewinne vor. Nach dem Vorschlag, der im November ins Parlament geht, bleiben Gewinne bis 500 Euro pro Jahr steuerfrei. Damit reiht sich das Land in einen breiteren europäischen Trend ein, in dem Krypto immer häufiger wie traditionelle Anlagen wie Aktien behandelt wird.
Niedrige Abgabe in Europa
Die griechische Abgabe dürfte innerhalb der Europäischen Union vergleichsweise niedrig ausfallen. In Deutschland liegt die Steuer auf Kapitalgewinne bei 26,4 %, während Frankreich einen festen Satz von 30 % für Krypto-Gewinne anwendet. Auch Italien liegt mit seinen Plänen über 25 %.
Der Vergleich zeigt, dass europäische Länder ihre Steuerregeln für Krypto immer weiter verschärfen, allerdings mit deutlichen Unterschieden je nach Land. Griechenland setzt dabei auf einen niedrigeren Satz und einen begrenzten Freibetrag, was den Vorschlag von strengeren Regelungen in anderen EU-Ländern abhebt. In den Niederlanden wird die Debatte ebenfalls schon länger geführt: Der Box-3-Plan zeigt, dass Krypto dort steuerlich sogar stärker belastet werden kann als Aktien.
Unklares Bild des Marktes
Der Umfang des griechischen Kryptomarktes ist schwer zu bestimmen, weil viele Anleger Plattformen außerhalb des Landes nutzen. Deshalb haben die griechischen Behörden noch keine Schätzung der erwarteten Steuereinnahmen vorgelegt. Das macht es für die politischen Entscheidungsträger schwierig, genau zu bestimmen, wie viel Aktivität unter die neuen Regeln fallen würde.
Mehr europäische Steuerregeln
Die Pläne passen in eine breitere Bewegung, in der Länder Krypto steuerlich immer stärker anderen Anlageinstrumenten gleichstellen. Für europäische Krypto-Anleger kann das relevant sein, weil nationale Regeln immer stärker auseinanderlaufen und sich die steuerliche Behandlung je nach Land deutlich unterscheidet. Außerdem zeigt es, dass Regierungen Krypto nicht mehr als isolierte Nische behandeln, sondern als Teil des regulären Anlagemarkts.