Hacker plündern Kryptowährungen wie nie zuvor
So wie auch physische Diebstähle vorkommen, bleibt auch die Welt der Kryptowährungen nicht von Hacks und Betrug verschont.

So wie auch physische Diebstähle vorkommen, bleibt auch die Welt der Kryptowährungen nicht von Hacks und Betrug verschont. Das Sicherheitsunternehmen CertiK überwacht diese Vorfälle und hat kürzlich die Ergebnisse von Oktober veröffentlicht.
Crypto-Verluste im Oktober leicht gestiegen
Im Vergleich zum September gibt es im Oktober einen leichten Anstieg der Crypto-Verluste. Während der September mit einem Verlust von 123,4 Millionen Dollar endete, stieg diese Summe im Oktober um fast 3% auf 129,7 Millionen Dollar. Obwohl jeder Anstieg von Crypto-Verlusten unerwünscht ist, bleibt der Schaden niedriger als zu Beginn des Jahres. Im Mai zum Beispiel betrugen die Verluste fast 325 Millionen Dollar.
CertiK (ein Smart-Contract-Auditor) teilt die Crypto-Verluste in drei Kategorien. Die größten Verluste wurden durch traditionelle Hacks erlitten, wie Angriffe auf Krypto-Börsen und persönliche Wallets. Diese Kategorie verursachte im Oktober einen Verlust von 127 Millionen Dollar. Der zweitgrößte Schadensposten stammt von “Flash Loans”, einem Missbrauch eines speziellen Leihmechanismus innerhalb Dezentraler Finanzen (DeFi), gut für einen Verlust von 1,5 Millionen Dollar. Auf dem dritten Platz stehen die sogenannten “Exit Scams”, die Investoren 1,2 Millionen Dollar kosteten.
Radiant Capital: Größte Crypto-Hack im Oktober
Der größte Verlust ging auf das Konto der Crypto-Börse Radiant Capital. Durch Zugriff auf Private Keys und Smart Contracts gelang einem Hacker, Kryptovermögenswerte im Wert von bis zu 50 Millionen Dollar zu stehlen. Radiant Capital stellte fest, dass der Hacker Zugriff über Malware erhielt, die auf den Computern von drei Entwicklern installiert war. Als Reaktion darauf hat das Unternehmen zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen eingeführt, darunter eine 72-stündige Wartezeit für den Zugriff auf das Protokoll. Der Dienst wurde am 1. November wieder aufgenommen.
Fazit
Die Oktober-Zahlen zeigen, dass Krypto weiterhin anfällig für unterschiedliche Bedrohungen ist. CertiKs Daten betonen die Notwendigkeit kontinuierlicher Sicherheitsverbesserungen in der Krypto-Industrie, um solche Verluste zu begrenzen und das Vertrauen der Investoren zu wahren.