HMRC sieht 240 Briten mit mehr als 1 Million Pfund Krypto-Gewinn
HMRC weist Krypto-Angaben jetzt separat aus und bereitet die CARF-Berichterstattung vor. Die britische Steuerbehörde soll ab 2027 Daten von Anbietern erhalten, um Steuererklärungen zu prüfen.

Wichtigste Erkenntnisse
- HMRC meldete, dass 240 Briten im Steuerjahr 2024/25 mehr als 1 Million Pfund an Krypto-Kapitalgewinnen angaben, zusammen im Wert von 717 Millionen Pfund.
- Insgesamt gaben 17.600 Menschen Krypto-Veräußerungen an; der gesamte steuerpflichtige Gewinn aus digitalen Assets belief sich auf 1,38 Milliarden Pfund.
- HMRC führt das Cryptoasset Reporting Framework ein und erwartet, 2027 Daten von Krypto-Dienstleistern zu erhalten.
HM Revenue and Customs hat erstmals gezeigt, wie groß die Krypto-Gewinne in britischen Steuererklärungen geworden sind. Im Steuerjahr 2024/25 gaben 240 Menschen mehr als 1 Million Pfund an Kapitalgewinnen aus Krypto an, zusammen im Wert von 717 Millionen Pfund.
Mehr Angaben durch neue Regeln
HMRC sagte, dass 17.600 Menschen in ihrer persönlichen Steuererklärung für das Jahr bis zum 5. April 2025 Krypto-Veräußerungen angegeben hatten. Fast 90 % davon waren Männer. Der gesamte steuerpflichtige Gewinn aus digitalen Assets lag bei 1,38 Milliarden Pfund, also im Schnitt bei 78.000 Pfund pro Person.
Die Zahlen sind das erste Mal, dass HMRC Krypto-Kapitalgewinne separat ausgewiesen hat. Das hängt mit der Einführung eines eigenen Abschnitts in der britischen Self-Assessment-Steuererklärung zusammen. Für britische Krypto-Anleger macht das die steuerliche Abwicklung sichtbarer als zuvor.
CARF setzt die Berichterstattung unter Druck
HMRC hat auch mit der Einführung des Cryptoasset Reporting Framework begonnen, eines OECD-Standards, bei dem Krypto-Dienstleister Kundendaten an Steuerbehörden übermitteln müssen. Laut Zeitplan soll HMRC diese Daten 2027 erhalten, damit gemeldete Informationen mit den Angaben der Steuerpflichtigen verglichen werden können.
Die britische Regierung weitet die Berichterstattung rund um Krypto schon länger aus, um die Steuerehrlichkeit zu verbessern. Unter den britischen Krypto-Regeln wurde der regulatorische Perimeter zudem für Krypto-Assets weiter ausgeweitet, während neue Regeln für Krypto-Börsen und Stablecoins in Entwicklung sind. HMRC behandelt Kryptoassets für Steuerzwecke als Property, wodurch Kapitalertragsteuer und Einkommensteuer anfallen können.
Bedeutung für Krypto
Für europäische Krypto-Leser zeigt das, dass Steuerbehörden immer mehr Kontrolle über Transaktionen gewinnen, die über Plattformen laufen. Der britische Ansatz könnte auch für Anbieter relevant sein, die Kunden in mehreren Ländern bedienen, weil sich die Berichtspflichten je Land schneller angleichen dürften. Für Nutzer bedeutet das vor allem, dass die Dokumentation von Käufen, Verkäufen und Swaps wichtiger wird.