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Hyperliquid gerät nach MAS-Warnung wegen Permissionless-Claims unter Druck

Die Aufsichtsbehörde aus Singapur setzt Hyperliquid auf die Investor Alert List, während Kyle Samani die Permissionless-Behauptung und die Governance der DEX-Plattform infrage stellt.

Hyperliquid gerät nach MAS-Warnung wegen Permissionless-Claims unter Druck

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Monetary Authority of Singapore hat Hyperliquid auf ihre Investor Alert List gesetzt.
  • Kyle Samani wirft Hyperliquid vor, bei der Behauptung, die Plattform sei permissionless, irreführend zu sein.
  • Im Mittelpunkt der Debatte stehen Dezentralisierung, Governance und mögliche Folgen für das Vertrauen institutioneller Nutzer.

Die Monetary Authority of Singapore (MAS) hat Hyperliquid auf ihre Investor Alert List gesetzt. Das hat Kritik von Investor und Unternehmer Kyle Samani ausgelöst. Er hält die Darstellung der Plattform als permissionless status für irreführend und stellt die Aussage damit offen infrage.

MAS warnt vor Hyperliquid

Mit der Aufnahme in die Liste weist die MAS auf Unternehmen hin, die möglicherweise fälschlich als reguliert oder von der Behörde autorisiert wahrgenommen werden. Ein Verbot ist damit nicht verbunden. Für Nutzer in Singapur bedeutet die Warnung aber, dass im Streitfall oder bei Problemen möglicherweise kein Schutz durch die Aufsicht besteht. Bereits zuvor war auch Bybit mit einer ähnlichen Warnung konfrontiert worden. Das fügt sich in eine breitere Verschärfung der Aufsicht über Offshore-Krypto-Exchanges, die für Einwohner Singapurs zugänglich sind.

Kritik an Dezentralisierung und Governance

Samani argumentiert, dass Hyperliquid die Voraussetzungen für echte Permissionlessness nicht erfülle. Aus seiner Sicht müsste ein Protokoll dafür Open Source sein und auf weltweit verteilte Validatoren setzen, statt diese an einem Standort zu bündeln. Auch die Governance sieht er kritisch: Die Hyperliquid Foundation könne Validatoren ohne Begründung ausschließen und erzwungene Software-Upgrades durchsetzen. Dadurch werde die Kontrolle der Validatoren über ihre eigenen Nodes eingeschränkt.

Derzeit läuft das Netzwerk mit 24 aktiven Validatoren. Geplant ist eine moderate Ausweitung auf 27. Die Node-Software wird als signierte Binary ausgeliefert und nicht als vollständiger Open-Source-Code. Das Open-Sourcing soll nach Abschluss der HyperCore-Plattform folgen.

Auswirkungen für Nutzer und Marktposition

Die Diskussion über den Grad der Dezentralisierung und die Warnung der MAS könnten das Vertrauen institutioneller Nutzer in Hyperliquid belasten. Wie die Plattform auf die Kritik und den regulatorischen Druck reagiert, dürfte für ihre Position im Krypto-Markt eine wichtige Rolle spielen. Die Entscheidung der MAS steht zudem im Kontext strengerer Vorgaben für Kryptounternehmen, die Anlegern in Singapur Dienstleistungen anbieten.


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