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Bitcoin hält Support trotz starkem ETF-Abfluss

Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten vergangene Woche $1,79 Milliarden an Abflüssen, während Händler sich über Puts rund um $55.000 bis $58.000 absichern. Auch Ethereum-ETFs blieben unter Druck.

Bitcoin hält Support trotz starkem ETF-Abfluss

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin hält sich weiter um $60.000 und verteidigt damit ein wichtiges Supportniveau, obwohl US-Spot-Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche $1,79 Milliarden an Abflüssen verzeichneten.
  • Spot-Ethereum-ETFs meldeten $273 Millionen an Abflüssen, während Spot-XRP-ETFs und Spot-Hyperliquid-ETFs im Gegenzug Zuflüsse verbuchten.
  • Am Optionsmarkt nimmt die Absicherung gegen Kursrückgänge zu, während Zinsfantasie und Liquidität die Stimmung bei risikoreichen Assets weiter belasten.

Bitcoin bewegt sich weiterhin um $60.000 (€52.600) und behauptet damit ein technisch wichtiges Unterstützungsniveau. Gleichzeitig meldeten US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs in der vergangenen Woche Abflüsse von $1,79 Milliarden (€1,6 Milliarden). Das Umfeld für risikoreiche Assets bleibt zudem angespannt, weil Marktteilnehmer wieder mit einem potenziell restriktiveren Kurs der Federal Reserve rechnen.

ETF-Ströme bleiben unter Druck

Die Abflüsse bei den Spot-Bitcoin-ETFs passen zu einer breiteren Zurückhaltung institutioneller Anleger. Bereits zu Monatsbeginn war eine noch größere Wochenzahl bei den Abflüssen gemeldet worden. Das zeigt, wie schnell sich die Stimmung in diesem Markt 2026 drehen kann, sobald die Sorgen um das makroökonomische Umfeld zunehmen.

Auch Ethereum stand unter Druck. Laut SoSoValue verzeichneten Spot-Ethereum-ETFs $273 Millionen (€239 Millionen) an Abflüssen und damit die siebte Woche in Folge mit Nettoabflüssen. Bei anderen Produkten zeigte sich dagegen ein anderes Bild: Spot-XRP-ETFs kamen auf Zuflüsse von $22,99 Millionen (€20,2 Millionen), während Spot-Hyperliquid-ETFs $111 Millionen (€97,4 Millionen) anzogen.

Optionen zeigen defensive Haltung

Am Derivatemarkt ist die Absicherung deutlich teurer geworden. Nach Angaben von QCP Capital zahlen Trader mehr für Schutz gegen fallende Kurse, vor allem über BTC-Puts mit einem Strike zwischen $55.000 (€48.200) und $58.000 (€50.900) sowie einer Laufzeit bis Juli. Auch die Risk Reversals sind weiterhin klar zugunsten von Puts verschoben. Das spricht dafür, dass der Markt auf dem aktuellen Niveau vorsichtig bleibt.

Gleichzeitig war auch Nachfrage nach BTC-Call-Optionen mit einem Strike von $64.000 (€56.100) und einem Verfall am 17. Juli zu beobachten. Das bedeutet nicht, dass der Markt bereits fest mit einer Erholung rechnet. Es zeigt aber, dass einige Marktteilnehmer einen Bounce aus der aktuellen Zone nicht ausschließen.

Fed und Liquidität prägen das Bild

Der Druck kommt vor allem von den veränderten Zinserwartungen. Die Marktpreise spiegeln inzwischen fast 1,5 zusätzliche Zinserhöhungen der Fed wider, nachdem vor dem Konflikt im Nahen Osten noch zwei Zinssenkungen eingepreist waren. Analysten von Laser Digital halten diese Neubewertung möglicherweise für überzogen, sofern die Fed nicht bewusst stärker auf die Bremse tritt, um ihre Glaubwürdigkeit im Kampf gegen Inflation zu untermauern.

Für europäische Krypto-Leser ist das relevant, weil Bitcoin immer stärker auf dieselben Faktoren reagiert, die auch andere risikoreiche Märkte bewegen: Zinsen, Liquidität und institutionelle Flows. Mit einer verkürzten Handelswoche in den USA und neuen Makrodaten in Sicht könnte der Markt in den kommenden Tagen besonders sensibel auf jedes Signal reagieren, das die Zinserwartungen weiter verschiebt. Die jüngste Schwäche passt auch zum breiteren Druck am Markt, in dem Rekordabflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs die institutionelle Nachfrage zusätzlich belastet haben.


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