Metaplanet kauft 2.823 Bitcoin und baut Treasury auf 43.000 BTC aus
Das japanische Unternehmen ist nun der drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter hinter Strategy und Twenty One Capital. Auch die Bitcoin-Optionen-Sparte trägt inzwischen spürbar zum Umsatz bei.

Wichtigste Erkenntnisse
- Metaplanet hat 2.823 Bitcoin im Gegenwert von 170,7 Millionen Dollar gekauft und seine Treasury damit auf 43.000 BTC erhöht.
- Damit rangiert das japanische Unternehmen weltweit auf Platz drei unter den börsennotierten Bitcoin-Haltern, hinter Strategy und Twenty One Capital.
- Die Sparte Bitcoin Income Generation erzielte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 rund 1,75 Milliarden Yen operativen Umsatz.
Metaplanet hat erneut umfangreich Bitcoin zugekauft und 2.823 BTC im Wert von 170,7 Millionen Dollar (150 Millionen Euro) in die Bilanz aufgenommen. Dadurch steigt der gesamte Bestand des japanischen Unternehmens auf 43.000 BTC, was einem Gegenwert von rund 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) entspricht. Der Schritt unterstreicht, wie konsequent Metaplanet seine Rolle als einer der aktivsten börsennotierten Käufer mit einer Bitcoin-Strategie ausbaut.
Drittgrößter öffentlicher Halter
Nach Daten von Bitcoin Treasuries ist Metaplanet inzwischen der drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit. Vor dem Unternehmen aus Tokio liegen nur noch Strategy und Twenty One Capital. Auch am Markt blieb das nicht ohne Wirkung: Die Aktie schloss am Donnerstag 3,5 Prozent fester bei 207 Yen, entsprechend 1,28 Dollar (1,12 Euro).
Der jüngste Kauf fügt sich in die breitere Neuausrichtung des Unternehmens ein. Metaplanet hat sein Geschäftsmodell in den vergangenen Monaten deutlich stärker auf Bitcoin ausgerichtet und kombiniert dabei Bilanzaufbau mit Erträgen aus Derivaten. Damit unterscheidet sich das Unternehmen von vielen anderen börsennotierten Käufern, die vor allem auf den reinen Treasury-Aufbau setzen. Der Ansatz passt auch zum breiteren Trend der institutionellen Nachfrage nach Bitcoin, bei dem Unternehmen und Fonds ihr Exposure über die Bilanz oder über Anlageprodukte aufbauen.
Einnahmen aus Bitcoin-Optionen
Parallel zum neuen Kauf hat Metaplanet auch die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 für die Sparte Bitcoin Income Generation veröffentlicht. Dieser Bereich erwirtschaftete im Quartal rund 1,75 Milliarden Yen beziehungsweise 10,85 Millionen Dollar (9,5 Millionen Euro) an operativem Umsatz. In der ersten Jahreshälfte summierte sich der Umsatz auf etwa 4,72 Milliarden Yen.
Das Unternehmen setzt Bitcoin-Optionen ein, um laufende Erträge zu erzielen und gleichzeitig die eigene BTC-Position weiter auszubauen. Auf Basis der vergangenen zwölf Monate lag der Umsatz bei rund 11,4 Milliarden Yen. Damit zeigt Metaplanet, dass die Bitcoin-Strategie nicht nur auf Akkumulation ausgerichtet ist, sondern auch auf eine zusätzliche Einnahmequelle neben der Treasury.
Relevant für europäische Anleger
Für europäische Krypto-Anleger ist Metaplanet vor allem deshalb interessant, weil das Unternehmen zeigt, wie sich Bitcoin mit einem operativen Geschäftsmodell in einem börsennotierten Rahmen verbinden lässt. Solche Strukturen können für die Bewertung von Krypto-Unternehmen relevant sein und dafür, wie Anleger Bitcoin in Unternehmensbilanzen einordnen. Zugleich wird daran deutlich, dass die institutionelle Nachfrage nach BTC nicht nur aus den USA kommt, sondern auch aus Asien.