Ist die SEC schuld am abgesagten Börsengang von Circle?
Dass Circle, der USDC-Aussteller, seinen Börsengang absagen musste, ist laut einem Bericht der US-Aufsichtsbehörde SEC zuzuschreiben.

Dass Circle seinen Börsengang absagen musste, soll laut einem Bericht der US-Aufsichtsbehörde SEC darauf zurückzuführen sein.
Der gescheiterte Börsengang des USDC-Ausstellers Circle sorgte in der Krypto-Branche für Verwunderung. Als Grund wurde damals die Auflösung eines Deals mit dem SPAC-Unternehmen Concord Acquisition Corp. genannt, das eine wesentliche Komponente des Debuts des Unternehmens gewesen wäre.
Aber es tauchten schnell Gerüchte auf. Einige vermuteten, dass der Druck von Investoren oder die allgemeine negative Marktsituation die Gründe waren.
Laut der offiziellen Erklärung mussten die Partner den Deal auflösen. Bevor der S-4-Registrierungsvertrag ablief, hatte es kein grünes Licht der SEC gegeben.
Diese Genehmigung war wichtig, weil Circle deshalb keine Aktien ausgeben durfte.
Aber wie die Financial Times aus Unternehmenskreisen erfahren hat, soll die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) die Zusammenkunft absichtlich verhindert haben. Die anonyme Quelle beschuldigt der Behörde, absichtlich "zu viel Zeit" genommen zu haben.
Grund: FTX?
Wie das Finanzmedium weiter berichtet, hat auch der Untergang der inzwischen insolventen Kryptobörse FTX zum Beschluss der SEC beigetragen.
Kurz nach dem Kollaps war es der Behörde laut dem Unternehmen unmöglich, eine Genehmigung zu erteilen.
Im Allgemeinen war die SEC in den letzten Monaten aggressiver gegenüber Kryptounternehmen. So beschäftigt sich die Securities and Exchange Commission seit geraumer Zeit mit der Genehmigung eines Bitcoin-Spot-ETFs. Außerdem mischte sich die US-Behörde in den Konflikt zwischen Gemini und Genesis und beide wurden wegen Verkauf nicht registrierter Wertpapiere angeklagt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass die IPO-Pläne von Circle vom Tisch sind. Wie Circle-CEO Jeremy Allaire in einer Pressemitteilung sagte, ist die Verwandlung zu einem börsennotierten Unternehmen weiterhin Teil der Kernstrategie. Es ist jedoch noch nicht klar, wann der USDC-Emittent tatsächlich die Börse betreten wird.