Steht der Mining-Gigant vor dem Bankrott?
Mit 2,5 EH/s gehört Argo Blockchain zu den führenden Bitcoin-Minern.

Mit 2,5 EH/s gehört Argo Blockchain zu den führenden Bitcoin-Minern. Doch das Unternehmen braucht dringend Geld, sonst droht Insolvenz.
Ist Argo Blockchain pleite? Aus einem Dokument von gestern, Montag der 12. Dezember, geht hervor, dass die wirtschaftliche Lage des in London ansässigen Mining-Unternehmens zumindest instabil ist. In dem Schreiben des Unternehmens an die Londoner Börse heißt es: "Es besteht ein Risiko, dass das Unternehmen in dem kommenden Monat nicht über ausreichende liquide Mittel verfügen wird, um die laufenden Geschäftsaktivitäten fortzuführen." Das Unternehmen erklärte, dass es derzeit einige seiner Vermögenswerte liquidiert, um "seine Bilanz zu stärken".
Ob dies die Liquidation von Bitcoin (BTC) oder ASIC-Minern bedeutet, ist unklar. Ziel ist es, eine freiwillige Insolvenzanmeldung gemäß Kapitel 11 des US-Bankruptcy Code zu vermeiden.
Fehler führt zu Handelssperre bei Mining-Aktien
Argo ist laut Management noch nicht insolvent. Ein fälschlicherweise auf der eigenen Website veröffentlichter Bericht, in dem das Unternehmen als insolvent erklärt wurde, diente nur Testzwecken. Trotzdem hatte die Londoner Börse den Handel mit den Aktien bis auf Weiteres ausgesetzt; eine erneute Notierung der Aktien wird bald erwartet.
Ob Argo das Ruder herumreißen kann, ist fraglich. Anfang November gab es eine Kapitalrunde über 27 Millionen US-Dollar, die scheiterte. Ein Investor hat sich wahrscheinlich kurz vor der Zeichnung der Millionenschul-Runde zurückgezogen. Damals verkaufte der Miner seine Vermögenswerte und brachte insgesamt 3.843 Bitmain S19J Pro ASICs auf den Markt für 5,6 Millionen US-Dollar.
Unterdessen ist Argo Blockchain nicht das einzige börsennotierte Mining-Unternehmen, das unter erheblichem wirtschaftlichem Druck steht. Die giftige Mischung aus hoher Hashrate, fallenden Bitcoin-Preisen und steigenden Energiekosten verursacht Probleme für die gesamte Branche.