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LMAX prüft Verkauf oder Börsengang nach starkem Wachstum

LMAX, unter Aufsicht der britischen FCA, erwägt neben einem Verkauf oder einer SPAC auch ein Nasdaq-Listing. Die Gespräche folgen auf Wachstum im institutionellen Krypto-Bereich und eine Investition von Ripple in RLUSD.

LMAX prüft Verkauf oder Börsengang nach starkem Wachstum

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die LMAX Group prüft strategische Optionen, darunter einen Verkauf, eine SPAC-Fusion oder einen Börsengang.
  • Ein Nasdaq-Listing hat derzeit Vorrang, mit einer möglichen Bewertung von bis zu 5 $ Milliarden.
  • LMAX ist zuletzt mit einer 24/7-Multi-Asset-Exchange gewachsen und erhielt im Januar 150 $ Millionen von Ripple.

Die auf institutionelles Krypto-Trading spezialisierte LMAX Group prüft derzeit verschiedene strategische Optionen. Dazu zählen ein möglicher Verkauf, eine Fusion mit einer SPAC oder ein Börsengang. Nach Angaben von mit der Sache vertrauten Personen arbeitet das Londoner Unternehmen dabei mit Morgan Stanley und KBW, der Investmentbank von Stifel, zusammen. Im Moment gilt ein Nasdaq-Listing als bevorzugte Option, auch wenn ein Verkauf oder ein Börsengang in Europa weiterhin nicht ausgeschlossen sind.

Bewertung bis zu 5 $ Milliarden (4,4 € Milliarden)

Im Mittelpunkt der Gespräche steht laut den Beteiligten eine mögliche Bewertung von bis zu 5 $ Milliarden (4,4 € Milliarden). Ein schneller Gang an die Börse scheint für LMAX derzeit nicht im Vordergrund zu stehen, auch weil der Kryptomarkt weiterhin schwach ist und das Unternehmen mit seinem Foreign-Exchange-Geschäft über ein stabiles Standbein verfügt. Ein Sprecher wollte die Spekulationen nicht kommentieren. Morgan Stanley äußerte sich ebenfalls nicht, und von Stifel lag bis zur Veröffentlichung keine Stellungnahme vor.

LMAX hat seinen Sitz in London und fokussiert sich auf den institutionellen Handel mit Foreign Exchange und digitalen Assets. Das Unternehmen stellt Banken, Brokern, Hedgefonds und Vermögensverwaltern Ausführung, Liquidität und Marktinfrastruktur bereit. Die Gruppe steht unter Aufsicht der britischen Financial Conduct Authority und ist vor allem für ihr Agency-Execution-Modell, transparente Orderbücher und niedrige Latenz bekannt.

Wachstum im institutionellen Krypto-Bereich

Ein möglicher Deal würde in ein Jahr passen, in dem Transaktionen rund um Krypto-Exchanges, Fintechs und Marktinfrastruktur deutlich an Fahrt aufgenommen haben. Zu Jahresbeginn übernahm die Kraken-Mutter Payward die Derivate-Plattform Bitnomial, während Bullish, der Eigentümer von CoinDesk, eine Übernahme von Equiniti ankündigte, um im Bereich Tokenization und Transfer-Agency-Dienstleistungen zu wachsen.

Auch LMAX selbst hat seine Position in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut. Im Februar startete das Unternehmen eine 24/7-Multi-Asset-Exchange für den institutionellen Handel mit Foreign Exchange, digitalen Assets, Commodities und tokenisierten Wertpapieren. Im Januar erhielt LMAX zudem eine strategische Investition von 150 $ Millionen (132 € Millionen) von Ripple, um die institutionelle Nutzung von Ripples RLUSD Stablecoin über das Handels- und Settlement-Netzwerk von LMAX zu unterstützen.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass sich LMAX als regulierte Schnittstelle zwischen traditionellen Märkten und Krypto positioniert. Ein möglicher Börsengang oder Verkauf dürfte deshalb auch deshalb aufmerksam verfolgt werden, weil solche Schritte oft Hinweise auf die Bewertung institutioneller Handelsinfrastruktur und den Wettbewerb um professionelle Kunden geben. Zugleich spricht die Entwicklung für einen Markt, in dem Konsolidierung weiter zunimmt, während Anbieter ihr Angebot rund um Custody, Settlement, Tokenization und Stablecoin-Infrastruktur ausbauen.


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