Finst

Meta "Horizon Worlds"-Projekt unter Druck

Gestern Abend, am 26. Oktober, präsentierte Meta ihren Bericht zum dritten Quartal.

<img width="800" height="450" src="https://cdn.finst.com/marketing/news/en/acd-news/meta-horizon-worlds-project-under-pressure.jpg" alt="Meta "Horizon Worlds"-Projekt unter Druck">

Gestern Abend, am 26. Oktober, präsentierte Meta ihren Bericht zum dritten Quartal. Die Zahlen waren enttäuschend. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent auf 27,7 Milliarden Dollar. Dies ist bereits das zweite Mal in Folge, dass Metas Umsatz sinkt. Der Nettogewinn des Unternehmens war ebenfalls geringer als zuvor. Der Nettogewinn des vergangenen Quartals betrug etwas weniger als 4,4 Milliarden Dollar – ein Rückgang um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der schlechten Ergebnisse sank der Aktienkurs von Meta um 19 Prozent.

Höhere Kosten

Der Rückgang der Einnahmen steht zudem in direktem Gegensatz zu den deutlich höheren Kosten. Insgesamt gab Meta im dritten Quartal etwas mehr als 22 Milliarden Dollar aus – ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast ein Fünftel (3,62 Milliarden US-Dollar) entfiel auf die Entwicklung von "Horizon Worlds". Insgesamt hat das interne Prestigeprojekt Metaverse allein in diesem Jahr 9,4 Milliarden Dollar verschlungen und wird voraussichtlich bald das festgelegte Jahresbudget von 10 Milliarden Dollar überschreiten. Zudem rechnet Meta-CFO David Wehner 2023 erneut mit einer "erheblichen Zunahme" des operativen Verlusts.

Metaverse, bislang ein Flop

Bislang rechtfertigen die enormen Ausgaben Zuckerberg’s Metaverse nicht. Wie die Wall Street Journal berichtet, verlieren nach dem ersten Monat viele Nutzer ihr Interesse an der digitalen Welt. Schätzungen zufolge gibt es derzeit etwas weniger als 200.000 Nutzer in der Metaverse des US-Unternehmens – eine Fraktion der 3,5 Milliarden Nutzer, die Meta auf der Social-Media-Plattform hat. Andere Metaverse-Projekte wie Decentraland kämpfen derzeit ebenfalls mit massiven Nutzerverlusten.

Sogar für die eigenen Mitarbeiter scheint der Spaßfaktor in Horizon Worlds begrenzt zu sein. Laut dem Fachmedium The Verge soll Meta als Reaktion seine Mitarbeitenden angewiesen haben, "mehr Zeit" in der eigenen Metaverse zu verbringen. Laut Oculus-Gründer Palmer Luckey, der das VR-Unternehmen 2014 an Meta verkauft hat, sieht das Metaverse-Projekt bisher ebenfalls "furchtbar" aus.

Alles in allem ist das prestigeträchtige Projekt von Mark Zuckerberg alles andere als erfolgreich. Zuckerberg sieht die Zukunft des Internets in der VR-Welt und setzt daher voll auf die "Metaverse"-Karte. Derzeit steckt Metas eigene Metaverse noch in den Kinderschuhen und verbrennt deutlich mehr Geld, als sie einbringt. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob Zuckerbergs Milliardenstoss in Richtung Web 3.0 eine geniale Wende ist oder eine Utopie.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.