Michael Saylor erklärt Verkauf von 32 Bitcoin und betont die Langfristperspektive
Strategy hat 32 Bitcoin verkauft, um Dividendenverpflichtungen zu finanzieren, doch Saylor betont, dass sich an der langfristigen BTC-Perspektive nichts ändert. Was heißt das für seine Strategie?

Wichtigste Erkenntnisse
- Strategy hat zwischen dem 26. und 31. Mai 32 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar verkauft.
- Die Erlöse werden genutzt, um Dividendenausschüttungen auf Vorzugsaktien des Unternehmens zu finanzieren.
- Michael Saylor sagt, dass der Verkauf an der langfristigen Sicht von Strategy auf Bitcoin nichts ändert.
Michael Saylor hat bei BTC Prague offen über den jüngsten Verkauf von 32 Bitcoin (BTC) durch sein Unternehmen Strategy gesprochen. Trotz seines jahrelangen Rats an Anleger, ihre Bitcoin nie zu verkaufen, betonte er, dass diese Transaktion nichts an der langfristigen Sicht des Unternehmens auf Bitcoin ändert.
Grund für den Bitcoin-Verkauf
Strategy hat zwischen dem 26. und 31. Mai 32 BTC im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar verkauft, etwas über den Anschaffungskosten von 75.699 Dollar pro Coin. Der Verkauf, der erste seit Dezember 2022, wurde über eine SEC-Meldung vom 1. Juni öffentlich gemacht. Die Erlöse werden genutzt, um Dividendenausschüttungen auf die Vorzugsaktien des Unternehmens zu finanzieren, eine wiederkehrende Verpflichtung innerhalb der Kapitalstruktur von Strategy.
Mit einem Bestand von rund 843.706 BTC im Wert von etwa 62 Milliarden Dollar macht dieser Verkauf nur einen winzigen Teil der gesamten Bitcoin-Reserve aus. Strategy hatte außerdem den Kauf neuer Bitcoin schon zuvor pausiert, unter anderem vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Das passt zu einem breiteren Trend, bei dem die Nachfrage von Digital-Asset-Treasuries nachlässt; die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen.
Saylor präzisiert seinen Rat zum Verkauf von Bitcoin
Während seines Auftritts in Prag ging Saylor auf den scheinbaren Widerspruch zwischen seinem früheren Rat und dem jüngsten Verkauf ein. Er machte klar, dass sich seine Warnung, Bitcoin nie zu verkaufen, vor allem an Privatanleger richtet. Für ein Unternehmen wie Strategy kann es manchmal nötig sein, Bitcoin zu verkaufen, um finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen, etwa die Auszahlung von Dividenden.
Saylor betonte, dass es für ein Unternehmen nicht sinnvoll wäre, Verkaufsmöglichkeiten grundsätzlich auszuschließen, vor allem dann nicht, wenn Liquiditätsbedarf das erfordert. Der Umfang der Transaktion zeigt seiner Ansicht nach, dass es keine negative Sicht auf die Zukunft von Bitcoin gibt.
Relevanz für europäische Anleger
Für europäische Anleger kann diese Situation einen Einblick geben, wie große Krypto-Unternehmen ihre Bitcoin-Bestände im Zusammenhang mit finanziellen Verpflichtungen verwalten. Sie zeigt, dass selbst Unternehmen mit einer starken Überzeugung in Bitcoin beim Treasury Management flexibel bleiben können. Das kann wichtig sein, wenn du die Stabilität und Strategie großer Bitcoin-Halter am Markt einschätzen willst.