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MOVE-Index steigt, während Bitcoin und Aktien ruhig bleiben

Die steigende Volatilität bei US-Treasuries könnte später auf Bitcoin und Aktien übergreifen. Der MOVE-Index liegt wieder nahe den höchsten Niveaus seit April 2025.

MOVE-Index steigt, während Bitcoin und Aktien ruhig bleiben

Wichtigste Erkenntnisse

  • Der MOVE-Index für US-Staatsanleihen steigt und nähert sich den höchsten Niveaus seit April 2025.
  • Bitcoin und US-Aktien bleiben vorerst ruhig, während der VIX und die BTC-Volatilität nahe den niedrigsten Ständen dieses Jahres liegen.
  • Stress bei Treasuries kann später auf breitere Märkte durchschlagen, deshalb achten Anleger genauer auf Bitcoin.

Die Volatilität bei US-Staatsanleihen nimmt zu, während Bitcoin und US-Aktien vorerst noch ruhig wirken. Das macht einige Makrobeobachter aufmerksam, weil Stress bei Treasuries oft später auf andere Märkte übergreift. Der MOVE-Index, der oft als VIX für Anleihen gesehen wird, liegt wieder nahe den höchsten Niveaus seit April 2025.

Warum der MOVE wichtig ist

Der MOVE-Index misst, welche starken Bewegungen Händler im kommenden Monat bei den US-Treasury-Renditen erwarten. Diese Anleihen sind wichtig für das globale Finanzsystem und werden häufig als Sicherheit genutzt. Wenn die Volatilität dort zunimmt, kann das zu höheren Risikoprämien und vorsichtigerem Verhalten an breiteren Märkten führen.

Laut Marktbeobachter Kurt S. Altrichter zeigt der MOVE Unruhe früher als der VIX. Er wies darauf hin, dass der Index in 2022, 2023 und zu Beginn des Kriegs zwischen Iran und Israel schon früher vor Turbulenzen warnte als die Aktienvolatilität. Auch Cboe meldete, dass die Volatilität bei Investment-Grade- und High-Yield-Anleihen in den vergangenen Wochen weiter gestiegen ist.

Bitcoin schaut noch weg

Für Bitcoin ist das Bild vorerst ruhiger. CoinDesk berichtete, dass die täglichen Renditen von BTC über 60- und 90-Tage-Fenster nur wenig direkt mit dem MOVE-Index zusammenlaufen. Dennoch sehen Analysten laut demselben Bericht einen Zusammenhang, wenn die Volatilität bei Treasuries plötzlich stark anzieht.

Deshalb achten Händler jetzt vor allem auf einen möglichen Anstieg der Volatilität bei Bitcoin und dem S&P 500, falls der MOVE-Index über sein März-Hoch ausbricht. Vorläufig liegen sowohl BTCs 30-Tage-Implizitvolatilitätsanzeige als auch der VIX des S&P 500 nahe den niedrigsten Niveaus dieses Jahres.

Was das für Leser bedeutet

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Stress bei US-Anleihen oft den Ton für risikoreiche Märkte insgesamt vorgibt. Der jüngste Anstieg des MOVE fiel auch mit höheren Treasury-Renditen zusammen, was Kredite teurer machen und die Stimmung an den Finanzmärkten beeinflussen kann. In so einem Umfeld schauen Anleger oft genauer auf Bitcoin, weil BTC sich immer häufiger mit dem breiteren Risk-on-Handel bewegt. Das passt zum Bild von Bitcoin, das sich noch relativ robust hält, während Renditen und der Dollar andere risikoreiche Assets unter Druck setzen.


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