OneCoin-Gründerin: Ist die Kryptokönigin schon seit Jahren tot?
Sie ist eine der weltweit meistgesuchten Straftäterinnen.

Sie ist eine der weltweit meistgesuchten Straftäterinnen. Aber laut neuem Beweismaterial könnte OneCoin-Gründerin Ruja Ignatova, auch bekannt als die "Kryptokönigin", schon lange tot sein.
Wo ist die "Kryptokönigin"? Bis heute bleibt das Schicksal der berüchtigten Betrügerin ein Mysterium. Sie ergaunerte zwischen 2014 und 2017 vier Milliarden Dollar mit OneCoin, danach verschwand Ruja Ignatova spurlos. Heutzutage ist sie eine der zehn meistgesuchten Kriminellen weltweit. Geheimdienste und Journalistinnen verfolgen ihre Spur. Doch sie könnte tot sein – bereits 2018, wie neue Beweismittel nahelegen.
Laut der bulgarischen Ermittlungsseite Bird sind neue Dokumente aufgetaucht. Sie wurden in dem Nachlass eines bulgarischen Polizeichefs gefunden, der 2022 ermordet wurde. Es handelt sich um Aussagen eines Geldwäschers. Er behauptet, bulgarische Gangster hätten Ruja Ignatova auf ihrer Jagd ermordet, ihren Körper in Stücke geteilt und ins Ionische Meer geworfen.
Die Kryptokönigin wurde nicht forensisch für tot erklärt
Die Theorie ist älter und umstritten: Crypto Xpose, ein Twitter-Konto, das sich der Betrugsaffäre widmet, schreibt dazu: "Es ist möglich, dass dies passiert ist. Aber es gibt keinen echten Beweis." Bisher hat die bulgarische Polizei Ruja Ignatova nicht für tot erklärt. Eine weitere Theorie besagt, Ignatova sei in Russland untergetaucht. Auf einer Privatjacht im Schwarzen Meer, ihr Gesicht operativ verändert. Andere vermuten, dass die in Bulgarien geborene Frau sich in einer Privatwohnung in Dubai versteckt.
Ruja Ignatova begeht mit OneCoin eine der größten Kryptobetrügereien aller Zeiten. Ausgelassene Partys in Bulgarien und London. Zimmer voller Geld, private Spotlight- und Kundenbetrug, weltweit. Europol und das FBI führen Ruja Ignatova im Juni 2022 auf Listen der weltweit am stärksten gesuchten Verbrecherinnen neben Serienmördern, Terroristen und Bossen von Drogenkartellen.
In zahlreichen Ländern laufen Ermittlungen gegen OneCoin. In Darmstadt und Bielefeld werden Prozesse gegen mutmaßliche Helfer geführt. Sie sollen an Betrug und Geldwäsche in Millionenhöhe beteiligt gewesen sein. Ein Urteil steht aus. Ihr Ex-Freund Gilbert Armena wurde diesen Monat zu fünf Jahren Haft verurteilt, laut Bloomberg. Er soll 300 Millionen US-Dollar für OneCoin gewaschen haben.