Polizei in Hongkong verhaftet Crypto-Betrüger
Die Polizei in Hongkong hat vier Personen festgenommen, darunter ein 14-Jähriger, wegen ihrer Beteiligung an einer Crypto-Betrügerbande.

Die Polizei in Hongkong hat vier Personen verhaftet, darunter ein 14-Jähriger, wegen ihrer Beteiligung an einer Crypto-Betrügerbande. Sie sollen mit gefälschten Banknoten Eigentümer von Kryptowährungen betrogen haben.
Laut einem Bericht der South China Morning Post hatte die Gruppe eine klare Aufgabenverteilung: Zwei führten die Fälschungen durch und richteten eine gefälschte Online-Krypto-Börse ein. Die anderen beiden Verdächtigen holten die Banknoten aus einem Lagerraum, während sie sich in einem nahegelegen Gebäude als seriöses Unternehmen verkleideten.
Das Betrugssystem der Bande führte zu Verlusten von bis zu 11 Millionen HK$ (1,4 Millionen Dollar). Die Verhaftungen erfolgen im Rahmen der Polizeibemühungen, die Zunahme von Crypto-Betrug in der Region zu bekämpfen.
Indem sie sich als bekannte Krypto-Investoren ausgaben, lockten sie ihre Opfer mit Kaufangeboten über dem aktuellen Marktpreis. In ihrem Fake-Shop zeigten sie dann Stapel gefälschter Geldscheine für eine „problemlos Transaktion“.
„Den Verdächtigen war es nicht gestattet, den Stapel HK$1.000-Scheine zu öffnen, weil nur der obere und untere echt waren“, sagt Lo Yuen-shan, Chefinspektor der Wirtschaftsverbrechen. Sobald die Opfer ihre Kryptowährungen zum Verkauf übertragen hatten, verlagerten die Betrüger die Gelder aus der Wallet und verweigerten die Barauszahlung.
Mit den jüngsten Festnahmen wurden seit Oktober letzten Jahres insgesamt 14 Personen in Hongkong im Zusammenhang mit vergleichbaren Crypto-Betrugsfällen festgenommen. Hongkong gilt als eines der wichtigsten Finanzzentren Asiens. Seit der Zulassung von Bitcoin- und Ethereum-ETFs wird spekuliert, wann Investoren aus dem chinesischen Festland diese nutzen können.