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Ransomware-Hacker werden immer weniger erfolgreich

Ransomware-Opfer sind immer weniger bereit, Lösegeld zu zahlen.

Ransomware-Hacker werden immer weniger erfolgreich

Ransomware-Opfer sind immer weniger bereit, Lösegeld zu zahlen. Im Jahr 2022 sanken die Einnahmen für Erpresser und Hacker, wie Chainalysis berichtet.

In 2020 und 2021 hörte man jede Woche von Ransomware-Angriffen. In dieser Phase erbeuteten Erpresser mehr als 1,5 Milliarden Dollar von Unternehmen und Privatpersonen. Doch die großen Jahre scheinen vorerst vorbei zu sein. Wie Chainalysis in einem aktuellen Bericht feststellt, sanken die Einnahmen aus Ransomware auf 457 Millionen US-Dollar im Jahr 2022. Das überrascht, weil die Erpressungsversuche 2022 deutlich zugenommen haben. Das Cybersicherheitsunternehmen Fortinet verzeichnete allein in der ersten Jahrhälfte 10.000 bestätigte Fälle.

Dass der Lösegeldwert stark gefallen ist, hängt vor allem mit der abnehmenden Bereitschaft der Opfer zusammen zu zahlen. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einer davon sind die rechtlichen Folgen, die Opfer erwarten müssen, wenn Zahlungen gegen Gesetze und Vorschriften verstoßen. Das Office of Foreign Assets Control (OFAC) hat hierzu im September 2021 einen Leitfaden veröffentlicht. Ein weiterer Faktor ist die Verschärfung verschiedener Cyberversicherungen in Bezug auf die Verwendung von Schadenersatzgeldern für Lösegeldzahlungen.

Coveware-CEO Bill Siegel teilt diese Sicht. Sein Unternehmen setzt sich für die Bekämpfung von Cyber-Erpressung ein. Im Jahr 2022 soll 59 Prozent seiner Kunden Zahlungen im Zusammenhang mit Ransomware abgelehnt haben. Zudem hat sich die "Lebensdauer" von Angriffen von durchschnittlich 153 auf 70 Tage halbiert.

Geschäftsmodell: Ransomware-as-a-Service

Eine weitere interessante Entwicklung ergibt sich aus der Verteilung unter den Erpressern. Die gestiegene Zahl von Angriffen deutet auf eine bunte Mischung verschiedenster Akteure hin, so Chainalysis. Allerdings dominiert eine Gruppe das Feld, die anderen Cyberkriminellen (sogenannten "Affiliates") erlaubt, ihre Malware zu nutzen.

Im Gegenzug erhalten die Programmierer des Ransomware-Programms einen Anteil am Beuteerlös. Dieses Geschäftsmodell wird "Ransomware-as-a-Service" genannt. Wie Chainalysis feststellt, nutzen Cyberkriminelle mehrere Programme verschiedener Anbieter gleichzeitig.

Wenn man die illegale Transaktionsvolumina im Kryptosektor betrachtet, spielte Ransomware im Jahr 2022 kaum eine Rolle. Leider war das nicht der Fall bei anderen Krypto-Vergehen.


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