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SBI baut mit Coinhako seine Krypto-Strategie in Asien aus

Coinhako übernimmt in SBIs regionaler Strategie eine regulierte Rolle, flankiert von Plänen rund um Stablecoins, Tokenisierung und grenzüberschreitendes Settlement in Asien.

SBI baut mit Coinhako seine Krypto-Strategie in Asien aus

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die SBI Group hat eine Mehrheitsbeteiligung an der singapurischen Krypto-Plattform Coinhako übernommen.
  • Coinhako verfügt über eine Major Payment Institution-Lizenz der Monetary Authority of Singapore.
  • SBI baut in Asien an einer digitalen Asset-Kette für Handel, Settlement, Tokenisierung und Infrastruktur.

Die SBI Group hat sich eine Mehrheitsbeteiligung an der singapurischen Krypto-Plattform Coinhako gesichert. Für das japanische Finanzkonglomerat ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg, in Asien eine umfassendere digitale Asset-Infrastruktur aufzubauen, die von Handel und Settlement bis hin zu Tokenisierung und technischer Anbindung reicht.

Singapur als Scharnier

Coinhako verfügt über eine Major Payment Institution-Lizenz der Monetary Authority of Singapore und agiert damit in Singapur in einem klar regulierten Umfeld. Das fügt sich in SBIs breitere Strategie ein, die Märkte in der Region stärker miteinander zu verbinden. Gerade vor dem Hintergrund der Regulierung in Asien, die sich je nach Land deutlich unterscheidet, gilt Singapur als eine der fortschrittlicheren Jurisdiktionen für Krypto.

Nach Angaben von SBI will die Gruppe einen globalen Korridor für digitale Assets aufbauen, indem sie Exchanges weltweit miteinander vernetzt. CEO Yoshitaka Kitao hatte das Unternehmen mit mehr als 14 Millionen Nutzern und 308 $ Milliarden (269 € Milliarden) an Assets under Custody bereits zuvor als Akteur beschrieben, der eine Brücke zwischen traditionellen Finanzmärkten und blockchain-basierten Infrastrukturen schlagen soll.

Von Stablecoins bis Tokenisierung

Der Coinhako-Deal folgt kurz auf SBIs Zusammenarbeit mit Ondo Finance. Dabei sollen japanische Aktien und andere Assets mithilfe der JPYSC-Stablecoin als Settlement-Schicht tokenisiert werden. Zudem hat SBI eine Partnerschaft mit der Solana Foundation geschlossen, die eine Beteiligung an SBI R3 Japan übernimmt und künftig unter dem Namen SBI Solana Global firmiert.

Die neue Einheit soll sich auf Stablecoins und auf die Tokenisierung tokenisierter Real-World Assets (RWAs) wie Unternehmensanleihen und Immobilien konzentrieren. Damit bewegt sich SBI immer stärker in Richtung eines Modells, in dem Emission, Settlement, Handelsinfrastruktur, Asset Management und Retail-Distribution in einer durchgängigen Kette zusammenlaufen.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Interessierte zeigt der Deal, wie schnell große Finanzgruppen in Asien von einzelnen Krypto-Beteiligungen zu einer integrierten Infrastruktur übergehen. Das ist relevant, weil solche Unternehmen nicht nur Exchanges übernehmen, sondern auch an den Grundlagen für Stablecoins, Tokenisierung und grenzüberschreitendes Settlement arbeiten. SBI betonte dabei, dass die Strategie nicht auf kurzfristigen Marktbewegungen beruht, sondern auf der langfristigen Entwicklung des Sektors.

Eine technische Einschränkung bleibt jedoch bestehen: JPYSC unterstützt bislang keine Auszahlungen an externe Wallets. Laut SBI ist die Nutzung vorerst auf Konten innerhalb von SBI VC Trade beschränkt, sodass die Stablecoin noch nicht breit für Transaktionen auf öffentlichen Blockchains eingesetzt werden kann.

SBIs breiter Fokus auf digitale Infrastruktur zeigt sich auch in der Übernahme von Bitbank, mit der der Konzern seine Position im japanischen Kryptomarkt bereits zuvor ausgebaut hat.


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