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SEC macht ersten Schritt in Richtung Reg Crypto für digitale Assets

Die Aufsichtsbehörde will mit einem maßgeschneiderten Angebotsregime mehr Klarheit für Kryptounternehmen schaffen, nachdem der Senat beim Digital Asset Market Clarity Act festgefahren ist.

SEC macht ersten Schritt in Richtung Reg Crypto für digitale Assets

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die SEC stimmt am Freitag, 14. August, über Reg Crypto ab. Damit setzt die Behörde einen ersten formellen Schritt in Richtung neuer Kryptoregeln für digitale Assets.
  • Der Vorschlag soll Kryptounternehmen mehr Rechtssicherheit geben und könnte einen Weg eröffnen, Kapital ohne direkte SEC-Registrierung aufzunehmen.
  • Nach der ersten Abstimmung folgt eine Konsultationsphase von zwei bis drei Monaten. Parallel arbeitet die SEC an Regeln für tokenisierte Wertpapiere und an einer Aufteilung der Aufsicht.

Die amerikanische Securities and Exchange Commission geht am Freitag, 14. August, den ersten formellen Schritt in Richtung neuer Kryptoregeln. Die Kommission stimmt dann über Reg Crypto ab. Nach Angaben der Behörde soll der Vorschlag einen gezielten Rahmen für bestimmte Angebote digitaler Assets schaffen und Kryptounternehmen in den USA mehr Klarheit verschaffen.

Erster formeller Schritt

SEC-Vorsitzender Paul Atkins hat dieses Rulemaking schon länger als wichtigen Baustein seiner Krypto-Agenda beschrieben. Dass die Sitzung mit vergleichsweise kurzer Vorankündigung angesetzt wurde, ändert nichts daran, dass das Thema bereits seit einiger Zeit auf der Agenda der Aufsichtsbehörde steht.

Nach dem ersten Entwurf geht es um ein maßgeschneidertes Angebotsregime für bestimmte Investment Contracts. In der Praxis könnte das Kryptounternehmen ermöglichen, Kapital für Projekte einzuwerben, ohne unmittelbar unter die SEC-Registrierungspflichten zu fallen. Zudem könnte sich für Unternehmen ein Weg eröffnen, aus der SEC-Aufsicht herauszufallen, sobald sie nicht mehr aktiv an der Verwaltung eines Projekts beteiligt sind.

Warum das jetzt wichtig ist

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, weil der Senat in der vergangenen Woche keine entscheidenden Abstimmungen über den Digital Asset Market Clarity Act zustande brachte. Das Gesetz sollte eigentlich eine rechtliche Grundlage für Kryptomarktrules in den USA schaffen. TD-Cowen-Analyst Jaret Seiberg bezeichnete den Schritt der SEC in einer Notiz als den ersten von möglicherweise mehreren Rulemakings, mit denen die Behörde nach dem Scheitern des Clarity Act mehr regulatorische Klarheit für Krypto Assets schaffen will.

Das passt zu einem breiteren Kurswechsel innerhalb der SEC. Während die Aufsichtsbehörde über Jahre vor allem mit Durchsetzung und einzelnen Policy-Statements gearbeitet hat, setzt Atkins nun deutlich stärker auf formelle Regulierung. Solche Regeln lassen sich in der Regel schwerer zurücknehmen als Staff Statements, was sie für den Markt auf längere Sicht relevanter machen dürfte.

Die politische Blockade rund um das Marktstrukturgesetz bleibt dabei ein zentraler Hintergrund. Der Senat kam vergangene Woche beim Clarity Act nicht voran, weshalb die SEC nun selbst versucht, mit einem eigenen Regelrahmen Tempo aufzunehmen.

Die nächsten Monate bleiben offen

Bis zu endgültigen Regeln ist es allerdings noch ein weiter Weg. Nach der ersten Abstimmung folgt üblicherweise eine Konsultationsphase von zwei bis drei Monaten, danach könnte der Text noch deutlich überarbeitet werden. Parallel arbeitet die SEC weiter an anderen Teilen ihres Krypto-Ansatzes, darunter ein Rahmen für tokenisierte Wertpapiere und eine gemeinsame Taxonomie mit der Commodity Futures Trading Commission, um festzulegen, welche Krypto Assets unter welche Aufsicht fallen.

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass die USA damit erneut versuchen, den Markt über formelle Regeln statt über einzelne Auslegungen zu ordnen. Das könnte auch vorgeben, wie große Kryptounternehmen ihr Angebot und ihre rechtliche Struktur im US-Markt aufsetzen, auch wenn sich die endgültigen Auswirkungen erst zeigen werden, wenn die Regeln tatsächlich abgeschlossen sind.


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