SEC will neue Regulierung für Krypto-Plattformen
Die US-Börsenaufsicht SEC hat am 15. Februar neue Regeln vorgeschlagen, um die Krypto-Industrie zu regulieren.

Die US-Börsenaufsicht SEC hat am 15. Februar neue Regeln vorgeschlagen, um die Krypto-Industrie zu regulieren. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Behörde hervor.
In den derzeitigen Regelungen für registrierte Anlageberater steht, dass sie das Geld und die Wertpapiere ihrer Kunden bei einem „qualifizierten Verwahrer“ aufbewahren müssen. Die neuen Regeln sollen diese „Sicherheitspflicht“ erweitern.
Nach diesen Regeln wären Kryptoplattformen kein „qualifizierter Verwahrer“. SEC-Chef Gary Gensler erklärt: „Auf der Grundlage der Funktionsweise von Kryptoplattformen im Allgemeinen können Anlageberater ihnen nicht als qualifizierte Verwahrer vertrauen.“
„Anstatt die Krypto-Vermögenswerte der Anleger ordnungsgemäß zu trennen, haben die Plattformen diese Assets mit ihren eigenen Kryptowährungen oder den Kryptowährungen anderer Anleger vermischt“, fährt er fort. Damit wird auf die jüngsten Skandale rund um die gescheiterte Krypto-Börse FTX angespielt.
Die Ausarbeitung dieser Regulierung zieht sich jedoch hin, so SEC-Beamte. Die Behörde handelt im Rahmen des Dodd-Frank Act mit dem Ziel, den regulatorischen Rahmen zu überarbeiten. Dieses Gesetz wurde 2010 nach der weltweiten Finanzkrise verabschiedet.
Während die SEC also Vorbereitungen trifft, um den Kryptomarkt zu regulieren, haben die ersten Eingriffe bereits stattgefunden: Kraken musste sein Staking-Angebot stoppen und Paxos sieht sich einer Klage gegenüber.