Stablecoin-Gesetz: Trump unterschreibt GENIUS Act
Präsident Donald Trump hat das Guiding and Establishing National Innovation für die USA unterzeichnet.

Präsident Donald Trump hat das Guiding and Establishing National Innovation für die USA Stablecoins Act kurz GENIUS Act unterzeichnet. Damit erhält der US-Stablecoin-Markt endlich einen bundesstaatlichen Regulierungskorridor. Ein historischer Schritt für Krypto im Allgemeinen und Stablecoins im Besonderen.
“Heute setzen wir einen enormen Schritt, um die amerikanische Vorherrschaft im weltweiten Finanzsystem und in der Krypto-Technologie zu stärken,” erklärte Trump bei der Unterzeichnungszeremonie.
Der Präsident nahm kein Blatt vor den Mund. In einem direkten Seitenhieb auf seinen Vorgänger sagte er gegenüber anwesenden Branchenführern: “Ihr habt einen langen Weg zurückgelegt seit der Biden-Regierung. Sie hatten keinen blassen Duchsicht, worüber sie sprachen; die Hälfte von euch wurde grundlos festgenommen.” Laut Trump ist die Unterzeichnung des Gesetzes eine „massive Bestätigung“ für den Kryptosektor.
Auch aus der Industrie kommt Lob. Jeremy Allaire, CEO des Stablecoin-Anbieters Circle, nannte das Gesetz „eines der wichtigsten Finanzgesetze der letzten Jahrzehnte“ und fügte hinzu: „Willkommen im Internetzeitalter des globalen Finanzsystems!"
Was steht in der GENIUS Act?
Das Gesetz setzt die Messlatte hoch für Stablecoin-Anbieter:
- Vollständige Deckung: Jede Stablecoin muss zu 100 % durch US-Dollar oder gleichwertige liquide Vermögenswerte gedeckt sein.
- Transparenz: Herausgeber mit mehr als 50 Milliarden USD Marktkapitalisierung müssen jährlich eine Prüfung durchführen lassen.
- Internationale Emission: Es werden strikte Richtlinien für Stablecoins eingeführt, die im Ausland operieren.
Politischer Weg nicht ohne Gegenwind
Obwohl das Gesetz am Donnerstag im Repräsentantenhaus mit breiter Mehrheit angenommen wurde (308 zu 122) und zuvor bereits vom Senat (68–30) verabschiedet war, war es kein Spaziergang im Park. Innerhalb der Republikanischen Partei stimmten einige Mitglieder in Verfahrensstimmen gegen das Gesetz, was politische Spannungen auslöste.
Zudem äußerten einige Demokraten Bedenken gegenüber dem Projekt World Liberty Financial – einer Krypto-Plattform mit engen Verbindungen zur Trump-Familie. Maxine Waters, Vorsitzende des House Financial Services Committee, sprach von möglicher Interessenkonflikten und stellte kritische Fragen zur Rolle ausländischer Stablecoin-Ausgeber.
Ein neues Zeitalter für amerikanische Krypto?
Mit dem Inkrafttreten der GENIUS Act positioniert sich die USA strategisch im weltweiten Stablecoin-Wettlauf. Was früher ein Graubereich war, ist jetzt ein gesetzlich anerkanntes Spielfeld. Die Ball liegt nun bei Unternehmen wie Circle, Paxos und anderen, diese neuen Rahmenwerke zu nutzen oder Marktanteile an Länder wie Singapur und die EU zu verlieren, wo die Regulierung schon länger existiert.