Oberster Gerichtshof der USA erlaubt Klage von Aktionären gegen Nvidia
Der US-amerikanische Oberste Gerichtshof hat Aktionären erlaubt, eine Klage gegen den Tech-Giganten Nvidia einzureichen.

Der US-amerikanische Oberste Gerichtshof hat Aktionären erlaubt, eine Klage einzureichen gegen den Tech-Giganten Nvidia. Das Unternehmen wird beschuldigt, Investoren 2018 über Einnahmen aus dem Kryptomarkt getäuscht zu haben.
Nvidia soll Einnahmen aus Crypto-Mining nicht korrekt berichtet und die Abhängigkeit der Kryptobranche während des rasanten Wachstums 2017 und 2018 heruntergespielt haben.
Laut einem Bericht der Bank of Canada habe Nvidia 2018 beeindruckende 1,35 Milliarden Dollar mehr Einnahmen aus dem Verkauf von Chips an Krypto-Miner erzielt als im Quartalsbericht angegeben.
Als der Kryptomarkt im September 2018 vorübergehend einbrach, fiel auch der Nvidia-Aktienkurs. Im November 2018 gab das Unternehmen bekannt, seine Umsatzziele nicht erreicht zu haben. Binnen zwei Tagen fiel der Kurs von Nvidia um mehr als 28 Prozent. CEO Jensen Huang nannte diese Rückschläge damals eine „Crypto-Kater.“
Die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtshofs folgt einer Anhörung im November dieses Jahres. Nvidia hatte vorgetragen, die Klage enthalte nicht genügend Details und Beweise, doch der Gerichtshof wies diese Argumente zurück.
Der Anwalt der Aktionäre nannte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs eine „große Niederlage für die Verantwortlichkeit von Unternehmen.“ Die seit 2018 laufende Klage wird sowohl vom US-Justizministerium als auch von der Börsenaufsicht SEC unterstützt.
Seit dem Crash 2018 hat Nvidia eine beeindruckende Erholung erlebt. Die Aktie zählt zu den besten Performern der letzten Jahre. 2024 ist der Nvidia-Aktienkurs fast um 190 Prozent gestiegen, auch dank des AI-Hypes, der stark von Nvidias Grafikkarten abhängt.