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Swissquote senkt Gewinnerwartung nach Krypto-Rückgang

Die Schweizer Onlinebank verzeichnete deutlich rückläufige Krypto-Einnahmen und Handelsvolumina, während Bitcoin und Ethereum im ersten Halbjahr kräftig nachgaben.

Swissquote senkt Gewinnerwartung nach Krypto-Rückgang

Wichtigste Erkenntnisse

  • Swissquote hat seine Umsatz- und Gewinnerwartung für 2026 nach einem deutlichen Rückgang der Krypto-Einnahmen im ersten Halbjahr gesenkt.
  • Das Net Crypto Income sank um 66,2 % auf 14,6 Millionen Schweizer Franken, während das Krypto-Handelsvolumen um 63,5 % zurückging.
  • Swissquote verbuchte außerdem einen Verlust von 5,3 Millionen Franken auf Krypto-Inventar, während die Kundenvermögen um fast 20 % auf 96,3 Milliarden Franken stiegen.

Swissquote hat seine Umsatz- und Gewinnerwartung für das Gesamtjahr 2026 gesenkt, nachdem die Krypto-Einnahmen im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen waren. Die Schweizer Onlinebank sah das Net Crypto Income um 66,2 % auf 14,6 Millionen Schweizer Franken sinken, während auch das Handelsvolumen im Krypto-Bereich stark nachgab.

Krypto-Umsatz bricht deutlich ein

Das in Gland ansässige Swissquote meldete, dass das Krypto-Handelsvolumen um 63,5 % sank und damit auf 2,58 Milliarden Schweizer Franken fiel. Dadurch senkte das Unternehmen seinen Ausblick für den Nettoertrag um rund 30 Millionen Franken auf 730 Millionen Franken. Laut Swissquote gerieten die Ergebnisse unter Druck, weil die Preise der meisten Kryptowährungen fielen und die ursprünglichen Annahmen für das Halbjahr nicht erreichbar waren.

Bitcoin fiel in den sechs Monaten bis zum 30. Juni um 33 %, während Ethereum 47 % verlor. Der CoinDesk 20 Index gab im selben Zeitraum um 40 % nach. Swissquote schrieb, dass die angepasste Prognose nun ein schwächeres Krypto-Umfeld widerspiegele.

Druck auf Bestand und Aktie

Neben den niedrigeren Handelserträgen verbuchte Swissquote auch einen Verlust von 5,3 Millionen Franken auf das Krypto-Inventar, das das Unternehmen zur Unterstützung des Handels auf seiner SQX Exchange hält. Das zeigt, dass nicht nur die Volumina, sondern auch die Preisbewegungen selbst direkt auf die Ergebnisse eines Brokers durchschlagen, der Krypto aktiv im Angebot hat.

Das breitere Geschäft konnte die Belastung allerdings teilweise abfedern. Der Umsatz blieb insgesamt weitgehend stabil, und der Gewinn ging weniger stark zurück, weil das Wachstum in anderen Bereichen anhielt. Die Kundenvermögen stiegen um fast 20 % auf 96,3 Milliarden Franken.

Bedeutung für Europa

Für europäische Krypto-Beobachter ist das eine nützliche Erinnerung daran, dass auch börsennotierte Finanzunternehmen anfällig für die Lage am Kryptomarkt bleiben. Swissquote erzielte 2025 noch rund 12 % seines Nettoertrags aus krypto-bezogenen Einnahmen, gegenüber etwa 22 % während des Bullenmarkts 2021. Das macht den aktuellen Rückgang besonders sichtbar, zumal Analysten zugleich weiter auf andere Einnahmequellen wie Wertpapierhandel, Forex und Zinserträge schauen, um die schwächeren Krypto-Einnahmen auszugleichen. Auch Robinhood sah zuletzt, wie sich ein Rückgang der Krypto-Einnahmen direkt auf die Kursentwicklung auswirkte, was die Sensibilität dieses Geschäftsmodells unterstreicht.


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