Terraform Labs beantragt Insolvenz
Unterdessen wartet Terra-Gründer Do Kwon in Montenegro auf seine Auslieferung in die USA.

Unterdessen wartet Terra-Gründer Do Kwon in Montenegro auf seine Auslieferung in die USA. Er wird dort von der SEC wegen Betrugs angeklagt.
Laut Unterlagen des Insolvenzgerichts in Delaware, USA, hat Terraform Labs am 21. Januar Insolvenz beantragt. Nach den Unterlagen hat das Unternehmen Schulden von bis zu 500 Millionen Dollar.
Terraform Labs war mit der Entwicklung der algorithmischen Stablecoin UST befasst. Als diese im Mai 2022 seine Verbindung zum US-Dollar verlor, setzte dies eine Abwärtsspirale in Gang, die zum Untergang von Terra-Projekt Terra (LUNA) und damit auch der Stablecoin führte.
Der CEO von Terra, Do Kwon, floh in der Folge des Zusammenbruchs, wurde jedoch in Montenegro wegen Passfälschung festgenommen. Er wartet nun auf die Auslieferung in die USA, wo er wegen Betrugs angeklagt wird.
Die US-Börsenaufsicht SEC führt seit Februar letzten Jahres ein Verfahren gegen Terraform Labs und Do Kwon. Dieses wurde jedoch kürzlich aufgrund schlechter Wetterbedingungen in den USA verschoben. Das Unternehmen sieht sich auch einem Rechtsstreit in Singapur gegenüber.
Nach Kwons Flucht zerfiel das Projekt. Das Terraform-Team setzte LUNA in einer neuen Form fort. Die ursprüngliche Münze wurde zu 'LUNA Classic' (LUNC).
LUNA, LUNC und die Stablecoin UST erlebten im Verlauf der Entwicklung wiederholte Kurssprünge, was einigen Anlegern Hoffnung auf eine Erholung gab.
Seit dem Insolvenzantrag sind LUNC und LUNA jedoch um fünf Prozent gefallen.