So sehr wollen die G20-Länder den Kryptosektor regulieren
Die G20 arbeitet an weltweiter Regulierung von Kryptowährungen.

Die G20 arbeitet an einer weltweiten Regulierung von Kryptowährungen. Dazu haben die Finanzminister der Länder darüber gesprochen, die Richtlinien anzugleichen.
Eigentlich ging es auf dem G20-Treffen in Bangalore, Indien, um den Krieg in der Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen. Die Inflation ist nach wie vor nicht unter Kontrolle, und Zinserhöhungen verursachen Probleme, vor allem in Entwicklungsländern mit hoher Verschuldung. Das sind die Probleme, auf die Antworten gefunden werden müssen.
Dass die Vertreterinnen und Vertreter der 20 wichtigsten industrialisierten und aufstrebenden Länder doch Zeit gefunden haben, über Krypto zu sprechen, zeigt zumindest, wie wichtig ihnen die digitalen Münzen und Tokens sind. In einem Gemeinsamen Positionspapier gaben die Finanzminister klare Arbeitsanweisungen an den Internationalen Währungsfonds (IWF), die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und das Financial Stability Board (FSB). Diese müssen nun die Richtlinien ausarbeiten.
Fokus: Stablecoins
Der FSB hatte dazu bereits im letzten Jahr Vorschläge eingereicht. Der Rat soll die Normen weiter ausarbeiten und im Juli 2023 vorstellen. Der Fokus liegt auf Regulierung, Aufsicht und Überwachung des Kryptosektors. Insbesondere globale Stablecoins müssen angegangen werden. IMF-Chefin Kristalina Georgieva sagte gegenüber Bloomberg, dass es vor allem um die Absicherung der Vermögenswerte der Kunden geht. Sollten Regeln fehlen, könnte auch ein Verbot erwogen werden, sagte Kristalina Georgieva.
Zusammen mit dem FSB wird der Internationale Währungsfonds in einem Dokument die makroökonomischen Aussichten und Risiken von Krypto-Assets bewerten. Nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems, einschließlich der Stablecoin UST, kommt dieser Schritt wenig überraschend. Kurz nach dem Zusammenbruch sprach die BIS sich noch für strengere Maßnahmen aus.
Unterdessen richtet sich die Bank der Zentralbanken auf die Entwicklung von CBDCs. Die Bank präsentierte am Montag noch das Projekt "Icebreaker". Das soll als Plattform dienen, die in Zukunft grenzüberschreitende Zahlungen in verschiedenen CBDCs ermöglichen soll.
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