Stürzt sich die US-Regierung ins Bitcoin-Mining?
Donald Trump will die USA zur „Crypto-Hauptstadt der Welt“ machen, will aber kein Steuergeld dafür ausgeben.

Donald Trump will die USA zur „Crypto-Hauptstadt der Welt“ machen, will aber kein Steuergeld dafür ausgeben. Warum Bitcoin-Mining könnte eine Lösung sein.
Nach dem Ausstellen von Trumps Executive Order zur Einrichtung einer strategischen Reserve blieb es ruhig. Bislang hat die USA keinen zusätzlichen BTC gesammelt. Laut Fred Thiel, CEO des Bitcoin-Mining-Giganten Marathon, ist das eine verpasste Chance.
„Meiner Meinung nach ist es entscheidend“, sagt Thiel über den Erwerb von Bitcoin für die Reserve. „Die Erklärung der USA, dass wir eine strategische Reserve aufbauen, ist leer, wenn man nichts daraus macht.“
Sein Rat an die republikanische Regierung: Steig selbst ins Bitcoin-Mining ein. Während einer Podiumsdiskussion auf der Bitcoin 2025-Konferenz in Las Vegas nannte er diesen Ansatz eine „haushaltsneutrale Akquisitionsstrategie“.
Trump hatte zuvor betont, dass er kein Steuergeld verwenden wolle, um BTC zu beschaffen. Deshalb verweist der Marathon-CEO auf Überschuss-Wasserkraft, mit der die US-Regierung selbst Bitcoin schürfen und so ihre Reserve auffüllen könnte.
Laut BitcoinTreasuries besitzt die USA derzeit ca. 198.000 BTC, im Wert von 21 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Durchschnittlich schürfen Bitcoin-Unternehmen täglich etwa 450 BTC, was ca. 164.000 BTC pro Jahr entspricht.
Ein weiterer Vorschlag für eine budgetneutrale BTC-Erwerbung kommt von Senatorin Cynthia Lummis. Ihrer Ansicht nach: „Wir haben genügend Vermögen in schlecht performenden Vermögenswerten, um fünf Prozent von allen Bitcoin zu erhalten, ohne auch nur einen Cent auszugeben.“
Anstatt Bitcoin zu schürfen, schlägt sie vor, Gold aus Fort Knox zu verkaufen. Die USA besitzen derzeit mehr als 8.100 Tonnen des Edelmetalls, eine Reserve im Wert von ca. 866 Milliarden Dollar.
Mit nur 10 Prozent dieses Betrags könnte man derzeit mehr als 800.000 BTC kaufen. Daher hält die Senatorin ihren Plan für realistisch und betont: „Die Auswirkung auf die US-Bilanz ist nahezu neutral.“