Das war der Grund für den FTX-Hack über 400 Millionen Dollar
Im November 2022 verschwanden 400 Millionen US-Dollar von FTX.

Im November 2022 gingen 400 Millionen US-Dollar von FTX verloren. Drei Täter wurden inzwischen angeklagt. Das ist der Hintergrund.
Das US-Justizministerium DOJ hat drei Personen wegen der Organisation eines SIM-Swap-Betrugs gegen FTX angeklagt.
Wie Bloomberg berichtet, handelt es sich bei den Tätern um drei Männer aus Illinois, Colorado und Indiana. Die Behörden werfen ihnen Betrug und Identitätsdiebstahl vor.
Laut der Anklage erlangten die Angreifer persönliche Daten von etwa 50 Opfern. Die Männer überzeugten Mobilfunkanbieter dann, die Telefonnummern der Opfer auf ihr Eigentum zu übertragen, so die Anklage weiter.
"Das Austauschen von SIM-Karten erfordert keine fortgeschrittenen Hacking-Fähigkeiten, sondern basiert auf psychologischer Manipulation – oder Bestechung – von Mitarbeitern des Kundendienstes der Telekommunikationsanbieter", so Bloomberg.
Sogar der mächtigste Aufseher der Welt war kürzlich Opfer eines solchen SIM-Swap-Angriffs. Dies führte zu einem falschen Bericht über den Bitcoin Spot ETF auf dem X-Konto der SEC.
Der Angriff der drei Männer führte kurz nach dem FTX-Insolvenz im November 2022 zu einem Hack, bei dem 400 Millionen Dollar verloren gingen. Mithilfe der gestohlenen Telefondaten erlangten die Angreifer die Zugangsschlüssel zur Brieftasche von FTX, heißt es in dem Bericht.
Gründer Sam Bankman-Fried (SBF) wurde damals wegen des Diebstahls zur Rechenschaft gezogen. Dass der ehemalige CEO nichts mit dem Hack zu tun hatte, wird seine Strafe jedoch voraussichtlich nicht mildern. SBF ist bereits in mehr als fünf Anklagen schuldig befunden worden – ihm drohen mehr als 100 Jahre Freiheitsstrafe über seinem Kopf.