Das wird diese Woche wichtig für Bitcoin und Krypto
Investoren in der Kryptobranche sollten die folgenden relevanten wirtschaftlichen und finanziellen Daten in der aktuellen Handelswoche vom 12. Juli bis zum 15. Juli im Blick behalten.

Investoren in der Kryptobranche sollten die folgenden relevanten wirtschaftlichen und finanziellen Daten in der aktuellen Handelswoche vom 12. Juli bis 15. Juli im Blick behalten.
Ein positives Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls, NFP) vom vergangenen Freitag sorgte für ein versöhnliches Ende der Woche in der letzten Handelswoche. Die gute Kursentwicklung an den US-Aktienindexen wurde auf den Kryptomarkt übertragen. Der Bitcoin-Preis kletterte auf 21.892 US-Dollar, danach fiel er wieder auf 20.400 US-Dollar.
Die positive Entwicklung setzte sich nicht fort. Ob die Kursanstiege der Vorwoche nur eine technische Erholung waren und die Finanzmärkte diese Woche erneut korrigieren, oder ob wir vorerst einen Boden gesehen haben, hängt vermutlich weitgehend von neuen Kernkennzahlen aus der Wirtschaft ab.
Wirtschaftliche Erwartungen: ZEW für die Eurozone
Heute, 12. Juli, wird das Mannheim Centre for European Economic Research um 11:00 Uhr (CET) den ZEW-Wert für die wirtschaftlichen Erwartungen der Eurozone bekanntgeben. Der ZEW-Index gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Dafür werden monatlich mehr als 350 institutionelle Investoren zu ihrer Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage befragt. Für die Eurozone prognostizieren die Analysten jedoch einen besseren Wert von -28. Im Vormonat stand der ZEW-Index für die Eurozone noch bei -29.
Ein Wert von 0 deutet auf eine positive wirtschaftliche Entwicklung gegenüber dem Vormonat hin, während ein Rückgang unter 0 auf eine negative Entwicklung hindeutet. Die aktuellen Schätzungen der Experten deuten daher auf eine unveränderte schwache wirtschaftliche Entwicklung für die Eurozone hin. Ein anhaltend schwacher ZEW-Index könnte für die Europäische Zentralbank (EZB) Anlass sein, die geplanten Zinserhöhungen in den kommenden Monaten zu überdenken.
Midweek: Konsumentenpreisindex (CPI)
Mittwoch, 13. Juli, wird das US-amerikanische Bureau of Labor Statistics um 14:30 Uhr die Verbraucherpreisindex (CPI) für den Monat Juni bekanntgeben. Marktteilnehmer prognostizieren einen Anstieg um 8,8 Prozentpunkte im Jahresvergleich. Im Vormonat lag der Anstieg bei 8,6 Prozent. Sollten die Experteneinschätzungen übertroffen werden, steigt der Druck auf die US-Notenbank (Fed) weiter. Fed-C Vorsitzender Jerome Powell sollte weitere Zinserhöhungen in Erwägung ziehen, um die Inflation einzudämmen.
Neue Produzentenpreise und neue Arbeitslosenzahlen in den USA
Am kommenden Donnerstag wird die Producer Price Index (PPI) für die USA um 14:30 (CET) veröffentlicht. Die Prognosen gehen von einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte aus. Bereits im Vormonat lag der Anstieg der Produzentenpreise durchschnittlich bei 0,8 Prozentpunkten. Der PPI misst die in den USA produzierten und verkauften Produkte und Dienstleistungen mit Blick auf veränderte Transaktionspreise. Ein ansteigender PPI deutet auch auf eine höhere Inflation hin, wodurch die Stärke des US-Dollars gegenüber dem Euro weiter zunehmen könnte. Ebenfalls um 14:30 (CET) werden die wöchentlichen Zahlen zu den ersten Arbeitslosenanträgen in den USA veröffentlicht. Diese Woche werden 235.000 neue Erstanträge erwartet. Im Vergleich zur Vorwoche steigen die Erwartungen der Analysten um 5.000 Anträge. Sollte die Zahl der Erstanträge höher als erwartet ausfallen, deutet das auf eine zunehmende wirtschaftliche Abschwächung in den USA hin. Eine anhaltend negative Entwicklung könnte zu einer Lockerung der Fiskalpolitik durch die Fed führen.
Einzelhandelsumsätze in den USA am Wochenendende
Am letzten Handelstag der Woche, dem 15. Juli, veröffentlicht das Census Bureau die Einzelhandelsumsätze für Juni um 14:30 Uhr (CET). Diese gelten als einer der wichtigsten Indikatoren für die Konsumausgaben. Jüngst bleiben die Einzelhandelsumsätze in den USA mit -0,3 Prozentpunkten deutlich hinter den Markterwartungen zurück. Trotz eines Rückgangs im Mai erwarten die Marktteilnehmer insgesamt einen Anstieg der Endverbraucherverkäufe um 0,8 Prozentpunkte. Ein Wert unter dieser Prognose würde auf anhaltende Unsicherheit der Verbraucher hindeuten.
Um 16:00 Uhr (CET) werden verschiedene relevante Leitzahlen der University of Michigan veröffentlicht. Anleger werden besonders aufmerksam auf die Konsumabsatzerwartungen privater Haushalte in den USA schauen. Diese gelten als Maßstab für das Kaufverhalten der US-Verbraucher. Die Analysten sagten einen Wert von 47,0 für Juli voraus, was weiterhin ein 10-Jahres-Tief darstellt. Das letzte Mal lagen die Konsumserwartungen so niedrig im Jahr 2011. Im Vormonat betrugen die Konsumserwartungen 47,5. Selbst wenn die Prognose von 47 unterschritten wird, könnte der Druck auf die Fed erneut zunehmen. Anhaltend schwaches Konsumverhalten der US-Bürger könnte die Fed dazu veranlassen, privaten Haushalten neue Unterstützung zukommen zu lassen.