Trump wird bei White-House-Gespräch mit Krypto-CEOs erwartet
Führungskräfte von Coinbase, Ripple und Polymarket könnten teilnehmen, während Washington an klareren Regeln für digitale Assets und der Rolle der CFTC arbeitet.

Wichtigste Erkenntnisse
- Trump wird am Mittwoch bei einem White-House-Gespräch mit Führungskräften aus Krypto, Prediction Markets und KI erwartet.
- Die CFTC spricht am Donnerstag über Innovation und Regeln für Krypto, mit Mitgliedern unter anderem aus Coinbase, Ripple, Gemini und Robinhood.
- Die Sitzung fällt zusammen mit dem politischen Streit über den Digital Asset Market Clarity Act und die Aufsicht über den Kryptomarkt.
Präsident Donald Trump wird nach Erwartung am Mittwoch bei einem White-House-Gespräch mit Führungskräften aus Krypto, Prediction Markets und KI anwesend sein. Das Gespräch soll den politischen Dialog über einige der wichtigsten Innovationsbereiche in den USA anstoßen, während die Branche zugleich auf Klarheit über die bundesweiten Regeln für digitale Assets wartet.
CFTC stellt Innovationsgruppe in den Mittelpunkt
Nach Angaben von Personen, die über die Planung informiert wurden, findet das Treffen im Eisenhower Executive Office Building neben dem Weißen Haus statt. Am Tisch sollen unter anderem CFTC-Vorsitzender Mike Selig und andere Berater sitzen. Auch Finanzminister Scott Bessent und Handelsminister Howard Lutnick könnten möglicherweise teilnehmen.
Das Treffen kommt kurz vor der ersten Sitzung des neuen Innovation Advisory Committee der CFTC, die am Donnerstag stattfindet. Dieses Komitee wurde im Februar 2026 gegründet, um zu komplexen Fragen an der Schnittstelle von Technologie, Gesetzgebung, Politik und Finanzen zu beraten. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Führungskräfte von Coinbase, Ripple, Gemini, Robinhood, Polymarket und Kalshi.
Gesetzgebung bleibt im Hintergrund
Auf der Agenda der CFTC steht unter anderem die Sitzung "Crypto’s Regulatory Evolution: From Uncertainty to Clarity". Außerdem geht es um die verbleibenden Hürden für ein dauerhaftes föderales Marktmodell. Das knüpft an die breitere Debatte in Washington darüber an, wer die Aufsicht über welche Teile des Kryptomarkts übernehmen soll, vor allem weil die Grenzen zwischen SEC und CFTC weiterhin Gegenstand der Diskussion sind.
Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass die USA erneut versuchen, Innovation und Aufsicht in einem politischen Rahmen zusammenzuführen. Das Ergebnis der Debatte um den Digital Asset Market Clarity Act könnte dabei vorgeben, wie große US-Plattformen und institutionelle Akteure ihre Aktivitäten strukturieren, auch wenn die Abstimmung im Senat noch nicht sicher ist.
Die politische Pattsituation rund um dieses Gesetz ist schon länger sichtbar: CLARITY Act gerät wegen Trump-Ethik im Senat ins Stocken beschrieb bereits, wie ethische Bedenken und fehlende Unterstützung den Fortschritt des Gesetzentwurfs bremsen.
Senat blickt auf den Clarity Act
Das White-House-Treffen fällt mitten in den politischen Streit über den Digital Asset Market Clarity Act. Nach den verfügbaren Informationen nähert sich der Senat einer Abstimmung vor der Sommerpause im August 2026, doch das Ergebnis bleibt wegen anhaltender Diskussionen über ethische Beschränkungen rund um Trumps persönliche Verbindungen zur Kryptobranche ungewiss.
White-House-Sprecher reagierten nicht sofort auf Fragen zu den Plänen. Die Zusammensetzung des Komitees zeigt jedoch, dass nicht nur Krypto-Unternehmen, sondern auch Namen aus der traditionellen Finanzinfrastruktur wie CME Group, Nasdaq, Intercontinental Exchange und DTCC an dem Gespräch über die nächste Phase der Marktstruktur beteiligt sind.