Trump verknüpft Ölpreis mit Wahlen, Brent auf Mai-Hoch
Brent stieg wegen Spannungen rund um die Straße von Hormus auf den höchsten Stand seit Mai. Teureres Öl schürt Inflationssorgen und könnte auch Bitcoin treffen.

Wichtigste Erkenntnisse
- Trump sagte, dass die Ölpreise erst nach den Zwischenwahlen im November fallen werden.
- Brent stieg um 3,78 % auf $103, den höchsten Stand seit Mai, nach neuen Angriffen rund um die Straße von Hormus.
- Teureres Öl und hartnäckige Inflation erhöhen die Nervosität an risikoreichen Märkten, darunter Bitcoin.
Präsident Donald Trump sagte am Mittwoch, dass die Ölpreise erst kurz nach den Zwischenwahlen im November fallen werden. Brent legte am selben Tag um 3,78 % auf $103 (€88) zu, den höchsten Stand seit Mai. Für die Kryptomärkte ist das relevant, weil teurere Energie und hartnäckige Inflation oft mit mehr Nervosität bei risikoreichen Assets einhergehen, darunter Bitcoin.
Öl bekommt politische Brisanz
Trump sprach mit Journalisten, bevor er zu einer republikanischen Konvention in Dallas flog. Er machte den Zeitpunkt niedrigerer Spritpreise vom Krieg mit Iran abhängig und sagte, Teheran wolle den Konflikt wahrscheinlich erst nach der Abstimmung beenden. Seiner Einschätzung nach dauert es noch eine Weile, bis es an der Zapfsäule Entlastung gibt.
Die Aussagen kamen an einem Tag, an dem Brent nach neuen Angriffen rund um die Straße von Hormus weiter anzog. Das ist eine zentrale Route für die weltweiten Öllieferungen. Der US-amerikanische Benzinpreis lag laut AAA bei $4,22 (€3,62) pro Gallone, nach $4,01 (€3,44) vor einem Monat.
Markt blickt auf Energie und Inflation
Der Anstieg des Ölpreises passt in einen breiteren Schock am Energiemarkt. Die IEA hatte zuvor gemeldet, dass der Krieg in Iran zu einer historischen Angebotsstörung geführt hat, mit einem deutlichen Rückgang der weltweiten Ölproduktion im März 2026. Auch große Banken haben ihre längerfristigen Ölprognosen angehoben, gerade wegen der anhaltenden Spannungen rund um die Straße von Hormus.
Das betrifft nicht nur die Kraftstoffpreise. Teureres Öl wirkt sich auf Transport, Landwirtschaft und die breiteren Inflationserwartungen aus. In den Vereinigten Staaten spüren Verbraucher und Unternehmen diese höheren Energiekosten bereits direkt, während Aktienmärkte und andere risikoreiche Anlagen darauf oft empfindlich reagieren.
Warum Krypto das mitverfolgt
Für Bitcoin ist das vor allem eine Makrogeschichte. Wenn Öl und Inflation länger hoch bleiben, kann das den Ton am Kryptomarkt beeinflussen, vor allem wenn Anleger ohnehin mit mehr Unsicherheit bei Zinsen und Wachstum rechnen. Die aktuelle Bewegung bei Brent zeigt, dass Geopolitik und Krypto immer häufiger in dieselbe Risikokategorie eingeordnet werden.
Der Markt preist inzwischen auch politische Ergebnisse mit ein. Laut dem Text der Quelle geben Krypto-Wetter den Demokraten eine Wahrscheinlichkeit von 51 % für einen Sweep im Kongress, auch wegen der hohen Spritpreise. Das macht deutlich, wie breit die Auswirkungen des Ölpreises inzwischen eingeschätzt werden, vom Sprit an der Zapfsäule bis zu Bitcoin am Kryptomarkt.
Bereits zuvor hatte ein früherer Brent-Sprung über $100 für zusätzliche Sorgen über Störungen im Golf gesorgt, nachdem Angriffe auf Ölanlagen den Markt aufgeschreckt hatten.