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USA verschiebt beschlagnahmte Krypto im Wert von 297 Millionen Dollar zu Coinbase Prime

Arkham beobachtete zwei Transfers von beschlagnahmten BTC und ETH zu Coinbase Prime. Ein Verkauf ist bisher nicht bestätigt. Betroffen sind Fälle rund um BTC-e, FTX und die US Strategic Bitcoin Reserve.

USA verschiebt beschlagnahmte Krypto im Wert von 297 Millionen Dollar zu Coinbase Prime

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die US-Regierung hat am Montag in zwei Transaktionen beschlagnahmte Bitcoin und Ether im Wert von 297 Millionen Dollar (260 Millionen Euro) an Coinbase Prime überwiesen.
  • Arkham registrierte zunächst 8,8 Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro) und später weitere 288,33 Millionen Dollar (252 Millionen Euro). Eine Bestätigung für einen Verkauf durch das Treasury oder den Marshals Service gibt es bislang nicht.
  • Die Übertragung fasst Verfallserklärungen aus drei Strafverfahren zusammen und reiht sich in frühere Transfers zu Coinbase Prime ein.

Die US-Regierung hat am Montag in zwei separaten Transaktionen Bitcoin und Ether im Wert von 297 Millionen Dollar (260 Millionen Euro) an Bitcoin und Ether zu Coinbase Prime verschoben. Die Bewegung wirft erneut die Frage nach einem möglichen Verkauf auf. Eine Bestätigung vom Treasury oder vom Marshals Service liegt dazu bislang aber nicht vor.

Zwei Transfers innerhalb weniger Stunden

Das Blockchain-Intelligence-Unternehmen Arkham meldete zunächst eine Überweisung über 8,8 Millionen Dollar (7,7 Millionen Euro). Rund drei Stunden später folgte ein weiterer Transfer im Umfang von 288,33 Millionen Dollar (252 Millionen Euro). Den Tracking-Daten zufolge handelte es sich dabei um beschlagnahmte Krypto, die an Coinbase Prime geschickt wurde, nicht um eine öffentlich angekündigte Liquidation.

Die größere der beiden Bewegungen bündelt Verfallserklärungen aus drei getrennten Strafverfahren. Dazu zählen unter anderem Guthaben, die mit Brian Krewson, der inzwischen aufgelösten Börse BTC-e und dem Darknet-Drogenhändler Ryan Farace in Verbindung gebracht werden.

Bekanntes Muster rund um Coinbase Prime

Für Kryptonutzer ist dieses Vorgehen nicht neu. Bereits im Januar hatte eine ähnliche Verschiebung von verfallenem Vermögen Spekulationen über einen Verkauf von Samourai Bitcoin ausgelöst, ohne dass es damals zu einer bestätigten Veräußerung kam. Seitdem hat die Regierung mehrfach beschlagnahmte Assets an Coinbase Prime übertragen, darunter im Juni Chainlink-Token aus dem FTX-Fall und im Mai Altcoins aus den Alameda-Akten. Das fügt sich in die breitere Nachwirkung des FTX-Skandals ein, in dem die Abwicklung beschlagnahmter Krypto weiter eine Rolle spielt.

Die Transfers vom Montag sprechen damit vor allem dafür, dass die Regierung ihr Management von verfallenem Krypto-Vermögen weiter zentralisiert. Ob tatsächlich verkauft wird, bleibt offen, solange die zuständigen Stellen keine Stellungnahme dazu abgeben.

Warum das relevant ist

Besonders sensibel ist der Zeitpunkt, weil die USA seit 2025 mit einer Strategic Bitcoin Reserve arbeiten, die per Executive Order eingerichtet wurde, um beschlagnahmte Bitcoin eigentlich länger zu halten. Gleichzeitig hat die Regierung in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass sie auch liquidieren kann, etwa beim Verkauf von 9.861,17 BTC im März 2023 aus dem Silk-Road-Fall. Für europäische Leser ist vor allem relevant, dass solche Transfers zeigen, wie groß die Rolle staatlicher Verwaltung inzwischen im Kryptomarkt ist, insbesondere bei BTC und ETH.

Auch der rechtliche Rahmen bleibt relevant. 2026 haben die CFTC und die SEC eine endgültige Regel vorgelegt, die die Anwendung des Bundeswertpapierrechts auf bestimmte Krypto-Assets und Transaktionen klarer macht. Das könnte Einfluss darauf haben, wie beschlagnahmte Krypto in den USA behandelt wird, auch wenn diese Regel für sich genommen nichts über diesen konkreten Transfer aussagt.


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