Finst

Visa sucht nach BVNK-Deal neuen Stablecoin-Partner

Visa sucht einen Partner mit Lizenzen in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Singapur für Stablecoin-Settlement und Open USD. Der Schritt folgt auf die Übernahme von BVNK durch Mastercard und erhöht den Druck im Wettbewerb der Zahlungsnetzwerke.

Visa sucht nach BVNK-Deal neuen Stablecoin-Partner

Wichtigste Erkenntnisse

  • Visa sucht einen neuen Stablecoin-Settlement-Partner mit Lizenzen in den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Singapur.
  • Die Suche folgt darauf, dass BVNK, der frühere Partner, in diesem Jahr von Mastercard übernommen wurde.
  • Visa hat im vergangenen Monat die Visa Stablecoin Platform gestartet, während Stablecoins für Zahlungsnetzwerke immer strategischer werden.

Visa ist auf der Suche nach einem neuen Stablecoin-Settlement-Partner mit Lizenzen in mehreren Regionen, wie aus Dokumenten hervorgeht, die CoinDesk eingesehen hat. Der Schritt folgt darauf, dass BVNK, das Stablecoin-Unternehmen, das diese Rolle zuvor innehatte, in diesem Jahr von Mastercard übernommen wurde. Damit verschiebt sich der Wettbewerb zwischen den großen Zahlungsnetzwerken erneut in Richtung Stablecoins, einem Markt, der für Anbieter wie Visa und Mastercard immer strategischer wird.

Partner mit breiten Lizenzen

In der Request for Product nennt Visa ausdrücklich, dass der neue Partner Stablecoins swappen und unterstützen können muss und außerdem Settlement für das kürzlich eingeführte Open USD-Projekt abwickeln soll. Dieses Projekt wird von Stripe, Visa und Mastercard getragen und soll mehrere Stablecoins unterstützen.

Die Anforderungen machen die Suche nach Einschätzung von Visa kleiner als üblich. Das Unternehmen sucht nämlich einen Settlement- und OTC-Partner mit Krypto-Exchange-Lizenzen in den Vereinigten Staaten, Kanada, dem Vereinigten Königreich und Singapur. Gerade diese Kombination von Märkten zeigt, wie wichtig Compliance für eine Stablecoin-Infrastruktur geworden ist, die international skalieren muss.

Stablecoins bleiben Priorität

Obwohl der breitere Kryptomarkt weiterhin in einem flachen Bärenmarkt steckt, geht das Rennen um Stablecoins weiter. Laut CoinGecko liegt die gesamte Stablecoin-Marktkapitalisierung bei rund 300 Milliarden Dollar (259 Milliarden Euro), was unterstreicht, warum große Zahlungsunternehmen ihre Infrastruktur schnell ausbauen wollen.

Visa hat bereits im vergangenen Monat mit dem Start der Visa Stablecoin Platform einen eigenen Schritt gemacht. Damit erhalten Banken, Fintechs und Payment Provider Werkzeuge, um Stablecoins zu beziehen, zu speichern, einzulösen und zu bewegen, wobei OUSD als erster unterstützter Token dient.

Wettbewerb zwischen Zahlungsnetzwerken

Das Timing ist auffällig, weil Stripe Ende 2024 bereits das Stablecoin-Infrastrukturunternehmen Bridge für 1,1 Milliarden Dollar (0,9 Milliarden Euro) gekauft hat. Dieser Deal hat den Druck auf Visa und Mastercard weiter erhöht, da beide Netzwerke in einem Markt nicht zurückfallen wollen, in dem Stablecoin-Rails für digitale Zahlungen immer wichtiger werden.

Für europäische Krypto-Beobachter ist vor allem relevant, dass Stablecoin-Infrastruktur immer weniger ein Nischenthema ist und zunehmend Teil der Strategie großer Zahlungsunternehmen wird. Wenn mehrere Netzwerke gleichzeitig auf dieselbe Settlement-Schicht setzen, könnte das den Markt für regulierte Stablecoin-Dienste weiter professionalisieren.


Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine finanzielle, anlagebezogene, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Die bereitgestellten Informationen können unvollständig, ungenau oder veraltet sein und sollten nicht als solche herangezogen werden. Nichts auf dieser Website sollte als Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Kryptowährungen angesehen werden. Investitionen in Krypto-Assets sind mit Verlustrisiken verbunden.