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ETFs und der Ethereum-Kurs: Was passiert, wenn BlackRock und Fidelity 1% investieren

In den vergangenen Wochen haben vor allem die Anträge auf Spot-ETFs für Bitcoin von Wall-Street-Riesen das positive Sentiment am Kryptomarkt angeheizt.

ETFs und der Ethereum-Kurs: Was passiert, wenn BlackRock und Fidelity 1% investieren

In den vergangenen Wochen haben vor allem die Anträge auf Spot ETFs für Bitcoin von Wall-Street-Riesen das positive Sentiment am Kryptomarkt angeheizt. Bitcoin ist es daher gelungen, besser abzuschneiden als Altcoins und seine Marktdominanz auf (momentan) 51,3 Prozent auszubauen. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun immer stärker auf Ethereum. Es wurde angekündigt, dass BlackRock und Fidelity ebenfalls einen Ether Spot ETF lancieren möchten. Das wirft verschiedene Fragen auf:

  • Wie wahrscheinlich ist die Genehmigung eines Ethereum Spot ETF?
  • Wie groß wäre der Effekt von ETH Spot ETFs auf den Etherpreis? Vor allem im Vergleich zu Bitcoin und BTC Spot ETFs.
  • Welche Chancen würde ein ETH Spot ETF für andere Altcoins wie Ripple (XRP), Cardano und Solana schaffen?

Wie wahrscheinlich ist ein Ether Spot ETF?

Die Anträge auf Ether Spot ETF machen deutlich, dass BlackRock und Fidelity auch den Altcoin-Sektor erobern wollen. Der Ether-Preis hat positiv auf diese News reagiert und die Marke von 2.000 Euro durchbrochen.

Es besteht nahezu kein Zweifel daran, dass ein ETH Spot ETF genehmigt wird, sobald Bitcoin Spot ETFs erlaubt sind. Letztere sind dann die Grundvoraussetzung für einen ETH Spot ETF. Wenn die SEC sich nach der Genehmigung eines Bitcoin Spot ETF mit einem ETH Spot ETF beschäftigen würde, stünde sie unter großem Druck, Rechenschaft abzulegen.

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Die aktuellen Einwände gegen einen Bitcoin Spot ETF sind ja dieselben wie gegen Ether. Die US-Behörde sieht unter anderem das Risiko von Preismanipulation, weil sie den Krypto-Börsen nur eingeschränkt vertraut.

Altcoin-Rallye durch ETF-Überflutung?

Falschmeldung über einen Ripple (XRP) Spot ETF Antrag kursierte bereits und führte zu einem kurzen Kursanstieg. Aus Sicht eines Vermögensverwalters ist das Potenzial attraktiv, neben Bitcoin und Ethereum auch andere Blockchain-Protokolle aufzugreifen.

Für Krypto-Anleger, die aktiv handeln, könnte es interessant sein, nachzudenken, welche Coin als Nächste einen Spot ETF beantragen wird. Ein Spot ETF verspricht ja neue Fondseinlagen und damit steigende Kurse. Anträge werden aber wahrscheinlich auf die größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung beschränkt bleiben. Die Hoffnung, dass BlackRock oder Fidelity einen ETF-Antrag für eine Coin außerhalb der Top-20 stellen, sollten wir derzeit nicht ernst nehmen. Daher scheinen XRP, Solana und Cardano derzeit gute Kandidaten für weitere ETF-Anträge.

Es ist gut möglich, dass Vermögensverwalter ein entsprechend diversifiziertes Altcoin-Angebot planen, auch wenn sie derzeit etwas zögerlich sind, dies zu kommunizieren. Es könnte sein, dass BlackRock und andere Vermögensverwalter abwarten wollen, wie sich die Bitcoin- und Ether-Spot-ETF-Anträge entwickeln, bevor sie weitere Anträge bei der US-Börsenaufsicht einreichen.

Warum ist ein Ethereum Spot ETF so attraktiv?

Wie es auch viele Anleger gibt, die lediglich auf Bitcoin setzen, gilt das auch für Ether. Während Bitcoin die Geschichte von digitalem Gold erzählt, ist Ether das führende Smart-Contract-Protokoll, auf dem die Anwendungen der Zukunft aufgebaut werden. Die Use-Case ist daher komplett anders.

Die ETFs beider Kryptowährungen würden also nicht wirklich miteinander konkurrieren, wenn es um Zufluss geht. Sie sprechen vielmehr unterschiedliche Anlegerinteressen an, durch verschiedene Anlagekonzepte. Vor allem, weil viele Anleger beide Münzen im Portfolio haben und daher beide Spot-ETFs kaufen würden.

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Die Möglichkeit, mit ETH Spot ETFs Staking-Einnahmen zu erzielen, könnte für einige Anleger ein zusätzliches Argument sein. Ähnlich wie Dividenden- oder Anleihe-ETFs wären Varianten, die Erträge ausschütten, denkbar – zumindest theoretisch – neben einem kumulativen Modell. Dadurch wären ETH Spot ETFs für verschiedene Anlagestile geeignet und könnten zu einer alternativen Portfoliostruktur im rentenorientierten Sektor beitragen.

Hat Ethereum einen ESG-Vorteil gegenüber Bitcoin?

Es gibt auch den Aspekt, dass Bitcoin mit seinem Image als „Klimakiller“ kämpft. Aufgrund der energieintensiven Natur des Bitcoin-Minings glauben viele, dass Bitcoin eine negative Auswirkung auf das Klima hat.

Da der Konsensmechanismus von Ethereum, Proof-of-Stake, nur einen Bruchteil der Energie des Bitcoin-Netzwerks verbraucht, lässt sich argumentieren, dass bestimmte Investorengruppen Ether aufgrund vermeintlicher ESG-Kriterien bevorzugen. Dies gilt insbesondere für institutionelle Anleger, die am Kryptomarkt teilnehmen möchten, aber Bedenken von Kunden und Mitarbeitern haben.

Tesla wurde beispielsweise kritisiert, weil es in Bitcoin investierte, da diese Investition nicht nachhaltig sein soll. So gültig diese Vorwürfe auch sein mögen, sie motivieren staatliche Unternehmen oder Investoren kaum, sich selbst damit verwundbar zu machen, indem sie in Bitcoin investieren.

Ether vs Bitcoin: Die Rolle der Marktkapitalisierung

Die Kernfrage für viele Ether-Investoren ist, wie stark der Preis von Spot ETFs profitieren könnte. Dabei sei angemerkt, dass die Marktkapitalisierung von Ether (ca. 240 Milliarden USD) etwa ein Drittel der Bitcoin-Marktkapitalisierung (ca. 730 Milliarden USD) beträgt. Daher wäre eine geringere Geldzufuhr nötig, um Ether nach oben zu bewegen, als es bei Bitcoin der Fall ist.

Da Bitcoin jedoch die bekannteste Kryptowährung ist und generell das meiste Interesse weckt, ist es unwahrscheinlich, dass ETH Spot ETFs denselben Zufluss anmitteln können.

BlackRock und Fidelity: Das sind die beteiligten Beträge

Wie schon bei Bitcoin lassen sich auch für Ethereum Spot ETFs Berechnungen anstellen, um die Impact der Zuflüsse von BlackRock und Fidelity auf den ETH-Kurs abzuschätzen.

Während BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, rund 9,5 Billionen USD verwaltet, verwaltet Fidelity, weltweit Rang vier, 4,3 Billionen USD. Obwohl bislang nur von beiden Parteien bekannt ist, dass sie einen ETH Spot ETF planen, ist es wahrscheinlich, dass alle anderen etablierten Vermögensverwalter nachziehen würden, wenn die Genehmigung erteilt wird.

445 Milliarden US-Dollar

Wenn wir der Einfachheit halber das gesamte Vermögen unter Verwaltung der zehn größten Vermögensverwalter addieren, ergibt sich insgesamt 44,48 Billionen Dollar. Wenn 1 Prozent des AuM der Top-Ten zu Ether fließen würden, wären das ca. 445 Milliarden Dollar — deutlich mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung (240 Milliarden Dollar).

Wie unwahrscheinlich das kurzfristig scheint, zeigt es das Potenzial von Spot ETFs. Selbst bei einer Zuweisung von lediglich 0,1 Prozent durch die genannten Akteure oder deren Kunden würde das einen Zufluss von fast 20 Prozent der aktuellen ETH-Marktkapitalisierung bedeuten.

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Ethereum-Kurs: Das ist mit Spot ETFs möglich

ETFs brauchen in der Regel eine Weile, um eine bestimmte Höhe zu erreichen. Es ist daher unwahrscheinlich, dass das AuM von Vermögensverwaltern von heute auf morgen in Krypto-ETFs umgeschichtet wird. Wenn wir am Beispiel von 1 Prozent festhalten, würde es einige Monate dauern, bis solche Niveaus realistisch werden.

Angesichts der Tatsache, dass die Marktkapitalisierung von Bitcoin, Ether und anderen Crypto noch relativ überschaubar ist, ist es vernünftig zu erwarten, dass Spot ETFs zu signifikanten Kurssteigerungen führen könnten.

Zum Vergleich: Bei einer Marktkapitalisierung von rund 12 Billionen Dollar ist Gold ca. 17-mal stärker kapitalisiert als Bitcoin und ca. 50-mal stärker als Ethereum. Es gibt also noch viel Spielraum für die beiden größten Kryptowährungen zu wachsen. Ein erfolgreicher Start von Spot-ETFs würde bedeuten, dass Bitcoin und Ether gute Chancen haben, innerhalb weniger Monate wieder ihre Allzeithochs zu erreichen. Für Ether würde das einen Preis von ca. 4.228 EUR und eine Marktkapitalisierung von rund 510 Milliarden Euro bedeuten.

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