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Was wird diese Woche wichtig für Bitcoin und Krypto?

Bitcoin steigt weiter: In der letzten Woche durchbrach die führende Kryptowährung überzeugend ihr altes Rekordhoch und klet­ter direkt über die 118.000 Dollar.

Was wird diese Woche wichtig für Bitcoin und Krypto?

Bitcoin bleibt weiter am Steigen: In der vergangenen Woche durchbrach die führende Kryptowährung überzeugend ihr altes Rekordhoch und kletterte direkt über die 118.000 Dollar hinaus. Gegen Ende der Woche touchierte BTC sogar 119.000 Dollar – erneut ein historischer Höchststand. Auch Altcoins erlebten eine spektakuläre Rallye.

Doch diese Woche könnte die Euphorie vorübergehend auf die Probe gestellt werden. Wichtige Wirtschaftskennzahlen aus den USA könnten den Crypto-Bull Run bremsen oder ihm neuen Schwung verleihen. Hier folgt eine Übersicht der Daten, auf die Anleger diese Woche aufmerksam achten sollten.

Dienstag: US-Inflationszahlen setzen den Ton

Am Dienstag, dem 15. Juli um 14:30 Uhr niederländischer Zeit veröffentlicht das US Bureau of Labor Statistics die neuesten CPI-Zahlen (Verbraucherpreisindex) für Juni. Die jüngste Inflationsrate lag bei 2,4 % und knapp unter den Erwartungen; für Juni wird jedoch ein leichter Anstieg auf 2,6 % erwartet.

Eine niedrigere Abweichung könnte Spekulationen auf zwei Zinssenkungen durch die Fed im Jahr 2025 verstärken – traditionell ein bullishes Signal für Bitcoin. Falls die Inflationsrate jedoch höher ausfällt, drohen das Gegenteil: ein stärkerer Dollar, steigende Realzinsen und Druck auf risikoreiche Assets wie Krypto.

Als Sahnehäubchen eröffnen an diesem selben Tag JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo die Berichtssaison mit ihren Quartalszahlen und liefern damit einen zusätzlichen Katalysator für Marktvolatilität.

Mittwoch: Produzentenpreise und Bankzahlen

Am Mittwoch, dem 16. Juli um 14:30 Uhr erscheinen die PPI-Zahlen (Produzentenpreisindex). Sie geben Aufschluss über Preisdruck auf Produktionsebene und sind oft ein Vorbote für zukünftige Verbraucherpreisinflation. Die vorherige PPI lag genau bei 2,6 %, im Einklang mit der Erwartung.

Ein Rückgang würde das Inflationsbild entspannen und könnte positiv für Bitcoin und Aktien sein. Eine starke Steigerung könnte jedoch zu neuem Inflationspanik führen. Zugleich veröffentlichen Schwergewichte wie Bank of America, Goldman Sachs, Morgan Stanley und BlackRock ihre Quartalszahlen – gut für zusätzliche Marktdynamik.

Donnerstag: Europäische Inflation, US-Einzelhandel und Arbeitsmarkt

Donnerstag, der 17. Juli, liefert eine Flut an Daten. Zuerst kommen um 11:00 Uhr die europäischen Inflationszahlen. Erwartet wird 2,0 % auf Jahresbasis. Ein niedriger Wert könnte Spekulationen über zusätzliche monetäre Lockerungen durch die EZB befeuern – positiv für Krypto. Eine höhere Inflation würde die Straffung begünstigen.

Um 14:30 Uhr folgen die US-Einzelhandelsumsätze. Nach einem überraschenden Rückgang von -0,9 % im Mai wird nun ein leichter Anstieg von 0,2 % erwartet. Ein Plus würde das Szenario einer „Soft Landing“ unterstützen – weniger Raum für Zinssenkungen. Ein erneuter Rückgang könnte Rezessionsängste schüren und Investoren in sichere Häfen wie Gold oder Staatsan bonds treiben.

Gleichzeitig werden wöchentliche Arbeitslosenansprüche veröffentlicht. Erwartung: 234.000, gegenüber 227.000 in der Vorwoche. Ein deutlicher Anstieg würde auf eine Verlangsamung des Arbeitsmarktes hindeuten und risk-on-Assets erneut unter Druck setzen.

Nach Börsenschluss meldet Netflix Quartalszahlen, und in der Nacht auf Freitag folgt der Chipgigant TSMC – entscheidend für das Sentiment im Technologiesektor.

Freitag: Konsumentenvertrauen und Inflations-Erwartungen

Freitag, der 18. Juli, endet die Woche mit Zahlen der University of Michigan. Um 16:00 Uhr veröffentlichen sie den Index des Verbrauchervertrauens sowie die Inflationserwartungen der Haushalte.

Die vorherige Inflationsprognose lag bei 5,0 % und war leicht unter der Erwartung. Ein Anstieg könnte die Fed zu einer härteren Gangart zwingen – potenziell bärisch für Bitcoin. Ein Rückgang dagegen könnte das Optimismus-Feeling über zukünftige Zinssenkungen stärken.

Das Konsumentenvertrauen wird auf 61,4 Punkte geschätzt. Wenn die Realität höher liegt, ist das positiv für Aktien und Krypto. Eine niedrigere Punktzahl – besonders bei steigenden Inflationsaussichten – kann das Risk-On-Sentiment untergraben.

Fazit: Makro spielt mit, aber der Hype dominiert

Obwohl diese Woche Makrodaten verstärkt im Fokus stehen, fließen auch potenzielle neue US-Importzölle auf europäische Güter in die Einschätzungen ein. Dennoch gilt: Solange das Momentum im Kryptomarkt so stark bleibt wie heute, kann selbst makroökonomischer Gegenwind in den Hintergrund rücken.

Bitcoin bleibt vorerst der Boss, doch diese Woche liegt viel auf dem Tisch, das daran etwas ändern könnte.


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