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Winklevoss stellt Bitcoin und Zcash nach KI-Ausverkauf in den Fokus

Winklevoss verbindet die Korrektur bei KI-Aktien mit einer Rotation hin zu Bitcoin und der Privacy Coin Zcash, während asiatische Chipwerte unter Druck stehen.

Winklevoss stellt Bitcoin und Zcash nach KI-Ausverkauf in den Fokus

Wichtigste Erkenntnisse

  • Cameron Winklevoss erklärte den KI-Trade für beendet und rief Anleger dazu auf, in Bitcoin und Zcash umzuschichten.
  • Die Aussage fiel in eine Phase massiver Verluste bei asiatischen Chipaktien, darunter deutliche Rückgänge beim Kospi, bei Samsung und SK Hynix.
  • Zcash hat im vergangenen Jahr rund 1.033% zugelegt und nähert sich einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden Dollar.

Gemini-Mitgründer Cameron Winklevoss hat am Dienstag den KI-Trade für beendet erklärt und Anleger dazu aufgefordert, in Bitcoin und Zcash umzuschichten. Seine Aussage traf zeitlich mit einem scharfen Ausverkauf bei asiatischen Chipaktien zusammen. In Südkorea schloss der Kospi 10,84% tiefer und wurde wegen eines Circuit Breakers zwischenzeitlich ausgesetzt.

Die Chipbranche gibt den Takt vor

Der Kospi beendete den Handel bei 6.023,66 Punkten. Samsung Electronics verlor 13,4%, SK Hynix kam auf ein Minus von 14,7%. Auch in Japan setzte sich der Druck fort: Der Nikkei 225 gab rund 4% nach, Tokyo Electron verlor 10,96% und der Speicherchip-Hersteller Kioxia büßte mehr als 18% ein.

Getrieben wurde die Verkaufswelle vor allem von Signalen aus China. Changxin Memory Technologies, der in Hefei ansässige DRAM-Hersteller, der unter dem Kürzel CXMT bekannt ist, legte am Montag bei seinem Debüt am Shanghai STAR Market um 466% zu. Dadurch stieg die Bewertung auf rund 3,3 Billionen Yuan. Parallel dazu berichteten Medien, dass ein chinesisches, staatlich unterstütztes Unternehmen mit der Produktion von Immersion Deep Ultraviolet, kurz DUV, Lithografiemaschinen begonnen habe, also genau jener Ausrüstung, die unter westliche Exportkontrollen fällt.

Winklevoss setzt auf BTC und Zcash

Winklevoss verknüpfte die Marktunruhe mit seiner breiteren Einschätzung des Kryptomarkts. Bitcoin ist für ihn kein neuer Favorit, Zcash rückt aus seiner Sicht aber wieder stärker als Privacy-orientierte Coin in den Vordergrund. Das passt zu der Haltung, die die Winklevoss-Zwillinge seit Jahren vertreten: Sie zählen seit 2012 zu den bekannten frühen Bitcoin-Investoren und kauften damals rund 120.000 BTC zu etwa 8 $ (7,04 €) pro Stück.

Auch die jüngste Kursentwicklung spricht dafür, dass das Interesse an Zcash nicht isoliert betrachtet werden sollte. Der Token legte im vergangenen Jahr um etwa 1.033% zu, während sich die Marktkapitalisierung in Richtung 10 $ Milliarden (8,8 € Milliarden) bewegt. Bereits im April sagte Winklevoss, dass Anleger, die bei KI und Quantencomputing bullisch sind, auch bei Zcash bullisch sein sollten. Später verteidigte er die Coin auch nach einem Bug im Orchard Shielded Pool, und die Zwillinge finanzierten seitdem unabhängig Protokollarbeit.

Bedeutung für Europa

Für europäische Kryptonutzer ist vor allem relevant, dass sich dieser Call nicht nur auf Bitcoin beschränkt, sondern auch eine Privacy Coin mit einer starken jüngsten Rally einschließt. Damit ist Winklevoss’ Aussage mehr als nur eine einzelne Marktbeobachtung: Sie zeigt, wie schnell Kapital und Narrative zwischen KI, Halbleitern und Krypto wechseln können. Zugleich bleibt es eine Positionierung und kein Beleg dafür, dass sich der Kryptomarkt bereits dauerhaft gedreht hat. Bitcoin wurde zuvor bereits von derselben Rotation des Kapitals hin zu KI-Aktien belastet, was der aktuellen Verschiebung zusätzlichen Kontext gibt.


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